Xi setzt KI als Werkzeug für globalen Einfluss ein
Xi Jinping nutzt die KI-Messe in Shanghai als geopolitische Bühne und fordert eine neue Weltordnung für Künstliche Intelligenz.

Xi Jinping reiste erstmals persönlich an die KI-Weltkonferenz in Shanghai und machte damit ein klares Signal.
Für Antonia Hmaidi vom Mercator-Institut für China-Studien ist dies unmissverständlich, wie die «Tagesschau» berichtet. KI sei längst kein Thema mehr nur für Lokalregierungen, sondern auf der Zentralebene als sehr wichtig eingestuft, so Hmaidi.
In seiner Rede forderte Xi rasch einen globalen Ordnungsrahmen auf breiter Konsensbasis. Dies, damit KI einen grossen Nutzen für die Menschheit entfalten könne.
KI: Xi zieht Länder des Südens auf seine Seite
An der Konferenz unterzeichneten 29 Länder eine Vereinbarung zur Gründung einer neuen Weltorganisation für KI-Zusammenarbeit, berichtet das «SRF». Diese Organisation soll ihren Sitz in Shanghai haben.
Die USA und die EU fehlten dabei. China setzt auf Staaten, mit denen Peking bereits eng zusammenarbeitet.
Chinas Ministerpräsident Li Qiang warnte laut «ZDFheute» vor einer Konzentration von KI auf wenige Länder und Konzerne. Technische Monopole und Blockaden seien der falsche Weg, so Li.
Staatlich gesteuerte KI-Offensive
Anders als in den USA gibt in China der Staat die Richtung vor, wie das «SRF» festhält. Hmaidi sagt: «Der Staat reguliert nicht nur, sondern setzt aktiv Anreizsysteme.»
Ein Paradebeispiel sei die Gesichtserkennung, erklärt sie. «China ist in diesem Bereich so gut, weil das eine Anwendung war, die der Staat unbedingt haben wollte.»
Bis 2030 will Peking laut der «Tagesschau» KI in 90 Prozent aller Wirtschaftsanwendungen einsetzen. KI und Robotik boomen, während andere Sektoren schwächeln.
Zwischen Partnerschaft und Machtpolitik
Laut Hmaidi werden Anwendungen in China sehr schnell ausgerollt. Nicht primär für Profite, sondern um wertvolle Trainingsdaten zu sammeln, so das «SRF».

Die Expertin glaubt, dass sich die Welt in zwei KI-Blöcke aufteilen wird. Sie warnt: «Die Partei wird sich nicht scheuen, diese KI-Entwicklung zu nutzen, um ihre Ziele international durchzusetzen.»
Wolfram Burgard, Robotik-Experte der Technischen Universität Nürnberg, beobachtet laut der «Tagesschau» die rasanten Fortschritte: «Jedes Mal, wenn man hier ist, sind die ein Stück weiter.»












