Hyundai Santa Fe: Luxus-SUV für halbes Geld
Der Hyundai Santa Fe bietet gigantischen Raumkomfort. Und das ohne Übertreibung zum halben Preis etablierter Modelle. Die rationale Familien-Alternative?

Der aktuelle Hyundai Santa Fe bricht in seiner aktuellen Generation radikal mit den gewohnten Designpfaden seiner eher unauffälligen Vorgängermodelle. Mit seiner extrem kastenförmigen Silhouette und hocheffizienten Plug-in-Hybrid-Antrieben zielt dieser markante Crossover-Riese direkt auf die etablierte europäische Luxusklasse.

Während europäische Autobauer bei ihren Modellpflegen oft nur behutsame optische Kosmetik betreiben, wählen die südkoreanischen Ingenieure den Weg der totalen Revolution. Das Resultat dieser mutigen Neuausrichtung fordert die etablierten Statussymbole unserer Strassen mit einem äusserst attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis heraus.
Gigantischer Raumkomfort zum halben Preis
Der asiatische Herausforderer übertrifft den legendären BMW X5 zwar nicht in der reinen Aussenlänge, deklassiert ihn dafür aber beim maximalen Ladevolumen recht deutlich. Satte 2267 Liter Gepäckraum schluckt das kantige Heck bei umgeklappten Sitzen und bietet damit beinahe kleintransporterähnliche Qualitäten für den Alltag.
Der noble Konkurrent aus München enttäuscht im direkten Vergleich mit einem spürbar engeren Passagierabteil sowie einem deutlich geringeren maximalen Kofferraumvolumen. Zudem punktet der Santa Fe auf dem Schweizer Markt mit einer optionalen dritten Sitzreihe für bis zu sieben Personen.

Der eigentliche Schock für die europäische Konkurrenz offenbart sich jedoch beim unbarmherzigen Vergleich der aktuellen Schweizer Preislisten. Während ein gut ausgestatteter Hyundai bereits ab etwa 60'000 Franken bereitsteht, knackt der bayerische Premium-Konkurrent spielend die magische Grenze von 100'000 Franken.
Fahrdynamik und funktionale Grenzen im Alltagscheck
Trotz der beeindruckenden Platzverhältnisse müssen anspruchsvolle Eidgenossen beim Fahren mitunter spürbare Abstriche hinsichtlich der gebotenen Dynamik in Kauf nehmen. Der verbaute 1.6-Liter-Turbomotor stösst in Kombination mit dem Elektromotor bei voller Auslastung und auf steilen Passstrassen an seine physikalischen Leistungsgrenzen.
In solchen Extremsituationen bieten die bärenstarken, seidenweichen Sechszylinder-Aggregate von BMW zweifellos eine weitaus souveränere Leistungsentfaltung und spürbar mehr Fahrfreude. Ein weiterer echter Schwachpunkt des Koreaners ist die enttäuschende maximale Anhängelast von lediglich gut 1000 Kilogramm bei der Hybrid-Variante.
Zudem spaltet das extrem eigenwillige, fast schon futuristisch anmutende Heckdesign die Gemüter der hiesigen Autofahrer in zwei unversöhnliche Lager. Unter dem Strich bleibt das geräumige SUV dennoch eine kompromisslos rationale Kaufentscheidung für preisbewusste Familien mit grossem Platzbedarf.











