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    China baut mit DeepSeek und Huawei eigene KI-Infrastruktur

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    China,

    DeepSeek und Huawei wollen mit neuer Software die Entwicklung auf Ascend-Chips erleichtern und damit Nvidias CUDA-Ökosystem herausfordern.

    DeepSeek
    DeepSeek und Huawei entwickeln gemeinsam Software für KI-Chips und wollen damit die Abhängigkeit von Nvidia verringern. (Symbolbild) - keystone

    DeepSeek und Huawei arbeiten an einer Programmierinfrastruktur für Huaweis Ascend-Chips. Ziel ist laut «Aktien.news», die Abhängigkeit chinesischer KI-Unternehmen vom Nvidia-Ökosystem zu verringern.

    Im Mittelpunkt steht die Programmiersprache TileLang, die von DeepSeek entwickelt wurde. Sie soll eine einfache Programmierung ermöglichen und zugleich einen hardwarenahen Zugriff auf die Leistungsfähigkeit der Ascend-Chips bieten.

    Die neue Entwicklungsumgebung soll als Open-Source-Software verfügbar sein. Entwickler können dadurch den Programmcode einsehen und selbst verändern, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    TileLang als Alternative zu CUDA

    Nvidia hat mit CUDA über Jahre ein umfangreiches Software-Ökosystem für seine KI-Prozessoren aufgebaut. Das System gilt als wichtiger Bestandteil der Marktstellung des US-Konzerns bei Hochleistungsprozessoren für künstliche Intelligenz.

    DeepSeek positioniert TileLang dagegen als einfacheres Programmiermodell. Die Sprache soll die Entwicklung vereinfachen und zugleich die Hardware voll ausnutzen.

    Wird sich DeepSeek mit Huawei langfristig von Nvidia lösen?

    Neben TileLang stellt DeepSeek weitere Softwarebausteine für Ascend bereit. Dazu gehören laut der «TradingView» DeepGEMM Ascend für Matrixberechnungen und DeepEP Ascend für die Kommunikation zwischen mehreren Chips.

    128 Ascend-Chips für Supernode

    Teil der Zusammenarbeit ist zudem eine gemeinsame Supernode-Lösung mit 128 Ascend-950-Chips. Dabei sollen sowohl die Rechenleistung als auch die Kommunikation zwischen den Prozessoren optimiert werden.

    Die Initiative folgt auf die Vorstellung einer neuen Generation von Huawei-KI-Prozessoren und Supernode-Systemen. Eine breitere Nutzung dieser Systeme für das Training von KI-Modellen ist bis 2027 vorgesehen.

    DeepSeek hatte bereits zuvor begonnen, seine Software stärker auf Huawei-Hardware auszurichten. Das KI-Modell V4-Flash wurde speziell für den Einsatz auf Huawei-Chips optimiert.

    China setzt stärker auf eigene Technologie

    Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit Chinas Bestrebungen, die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu reduzieren. Das «Handelsblatt» bezeichnet die Kooperation als weiteren Baustein dieser Bemühungen um eine stärkere technologische Eigenständigkeit.

    DeepSeek hatte beim Training seiner Modelle zuvor stark auf Nvidia-H800-Chips gesetzt. Laut «Aktien.news» ist seit 2026 jedoch eine zunehmende Verlagerung auf heimische Alternativen zu beobachten.

    Huawei
    DeepSeek und Huawei bauen gemeinsam eine offene Software-Infrastruktur für Huaweis Ascend-KI-Chips auf. (Archivbild) - depositphotos

    Damit rückt neben der Chip-Hardware auch die dazugehörige Software stärker in den Mittelpunkt.

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