Wer einen der begehrten Lehrerposten in Indien will, muss einen Test ablegen. Die Prüflinge setzen auf Bluetooth-Flip-Flops, um sich durchzumogeln.
Prüfung
Bei den Prüfungen zum staatlichen Lehramt wird gerne betrogen. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • In Indien hat die Polizei Personen verhaftet, die bei Lehrer-Prüfungen geschummelt haben.
  • Über einen Bluetooth-Schuh in Kombination mit einem Gerät im Ohr erhalten sie Hilfe.
  • Um die Schummelei hat sich eine Industrie gebildet – ein Apparat kostet bis 2500 Franken.

Egal ob Angst oder einfach nur schlecht vorbereitet: Viele Personen versuchen, sich bei Prüfungen durch Tricksereien einen Vorteil zu verschaffen. Wie ein Fall aus Indien nun erneut bestätigt, sind der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt.

Flip-Flops mit eingebautem Bluetooth-Sender sind in dem Land die neuste Betrugsmasche! Wie das Newsportal «NDTV» berichtet, kommt das Schuhwerk insbesondere bei Eignungstests für staatliche Lehrer zum Einsatz.

Fünf angehende Lehrer verhaftet

Der Lehrer-Job ist in Indien äusserst beliebt, viele versuchen einen Posten zu ergattern. Die Prüfung ist schwer. Nicht ohne Grund wird reichlich gemogelt.

Allein in Rajasthan hat die Polizei mindestens fünf mutmassliche Betrüger verhaftet. Doch auch in weiteren Bundesstaaten finden sich ähnlich präpariertes Schuhwerk.

Test neu nur noch barfuss

Wie ein Ordnungshüter der Zeitung erklärt, befinden sich im Inneren neben dem Bluetooth-Gerät auch ein ganzes Handy. Eine dritte Person flüstert dann über einen Apparat im Ohr der angehenden Lehrperson die Antworten ins Ohr.

Haben Sie schon mal an einer Prüfung gemogelt?

Die Polizei selbst spricht von einer Industrie. Laut der Zeitung kosten die fix fertigen Geräte umgerechnet bis zu 2500 Franken!

Die Behörden wollen nun handeln: Es ist geplant, dass die Prüfungen zukünftig barfuss bestritten werden müssen.

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