Ein Ex-Soldat stürmt in Australien mit einer Waffe in ein Tierheim. Er ist auf der Suche nach seiner Katze und steht dafür nun vor Gericht.
Katze
Die Katze holt Wittmann laut eigenen Aussagen mehrfach vom Abgrund zurück. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Tony Wittmann stürmt Anfang Jahr ein Tierheim im australischen Cranbourne.
  • Er fesselt eine Angestellte und rettet seine Katze.
  • Der Stubentiger ist dem Ex-Soldaten aus offenbar gutem Grund ans Herz gewachsen.

Tony Wittmann steht am Montag vor Gericht. Der Australier ist geständig: Er hat eine Frau mit einer Waffe bedroht und sie ihrer Freiheit beraubt. Doch was ist geschehen?

Es ist Anfang des Jahres. Der 45-Jährige meldet sich am 11. Januar telefonisch beim Tierheim «The Lost Dogs' Home» in Cranbourne.

Er hat Glück: Seine vermisste Katze ist gefunden! Er vereinbart, das Büsi am nächsten Tag abzuholen.

Mit Tarnanzug und Waffe

Doch so weit kommt es nicht. Noch am selben Tag stürmt der Ex-Soldat gegen 22.30 Uhr in Tarnanzug und bewaffnet die Einrichtung.

Er drängt die anwesende Angestellte in einen Raum und bindet ihr die Hände hinter dem Rücken zusammen. Die Drohung ist ernst: Verlässt sie das Zimmer, schiesse er.

Wie der «Sydney Morning Herald» berichtet, erlaubt er es der Frau auf 100 zu zählen und dann telefonieren zu dürfen. Nach rund fünf Minuten kontaktiert sie ihren Chef.

Katzenliebhaber Wittmann ist zu diesem Zeitpunkt schon auf und davon. Doch am nächsten Morgen geht er erneut bei dem Tierheim vorbei und stellt sich. Die Polizei nimmt ihn fest. Seither sitzt er im Gefängnis.

Waffe ist nur Attrappe

Während den Gerichtsverhandlungen stellt sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine Attrappe handelt. Trotzdem droht Wittmann nach seinem Geständnis nun eine Gefängnisstrafe. Das Urteil steht aber noch aus.

Haben Sie eine Katze?

Der Grund für sein Handeln scheint dem Kautionsantrag von Anfang Jahr entnehmbar zu sein: So leidet der Ex-Soldat nach seinem rund dreijährigen Einsatz laut eigenen Angaben unter psychischen Problemen.

Der Stubentiger hat ihn demnach «fünf oder sechsmal vom Abgrund zurückgeholt».

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