Ein Mädchen verletzt sich in Deutschland nach dem Sprung von einem Güterzug. Zuvor fährt sie unabsichtlich eine sehr lange Strecke mit.
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Ein Güterzug steht am Rangierbahnhof München-Nord. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Teenager klettern am Dienstag auf einen deutschen Güterzug.
  • Als dieser losfährt, kann nur ein Mädchen noch rechtzeitig abspringen.
  • Das andere fährt schliesslich rund 70 Kilometer mit und verletzt sich dann beim Absprung.

Unfreiwillig fährt eine 14-Jährige im deutschen Baden-Württemberg rund 70 Kilometer auf einem Güterzug mit. Bei einem waghalsigen Absprung verletzt sie sich am Ende.

Zuvor klettert das Mädchen am Dienstag gemeinsam mit einer Freundin an einem Bahnhof in Ettlingen auf einen stehenden Güterzug. Das teilt die Bundespolizei am Mittwoch mit.

Als der Zug sich plötzlich in Bewegung setzt, kann nur die Freundin rechtzeitig abspringen. Die 14-Jährige verpasst hingegen den richtigen Moment.

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Erst nach circa 70 Kilometer kann das Mädchen den Güterzug verlassen. (Symbolbild) - keystone

Jugendliche kann Notruf selbst wählen

So muss der Teenager danach über eine Strecke von etwa 70 Kilometern auf dem fahrenden Zug ausharren. Dieser drosselt erst in der Nähe von Offenburg erstmals sein Tempo. Die Jugendliche springt daraufhin von dem Waggon ab.

Dabei zieht sie sich Abschürfungen am ganzen Körper und eine Platzwunde am Kopf zu. Es gelingt ihr aber, selbst den Notruf zu wählen. Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst finden das Mädchen und bringen es schliesslich in ein Krankenhaus.

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