In einer Kirche in Mexiko wurden zwei Priester, die Jesuiten waren, getötet. Sie wurden Opfer eines bewaffneten Mannes.
Mexiko
Zwei Priester wurden in einer Kirche ermordert. (Symbolbild) - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Jesuiten starben am Montag in einer Kirche.
  • Sie wurden von einem bewaffneten Mann getötet.

In Mexiko sind zwei Priester in einer Kirche getötet worden. Die 79 und 81 Jahre alten Jesuiten wurden nach örtlichen Medienberichten Opfer eines bewaffneten Mannes. Dieser verfolgte am Montag einen anderen Mann.

Letzterer suchte demnach in ihrer Kirche in der Indigenen-Gemeinde Cerocahui Zuflucht - und wurde ebenfalls getötet. Der Jesuitenorden in Mexiko teilte am Dienstag mit, bewaffnete Personen hätten die Leichen der Priester mitgenommen.

Neben deren Rückgabe forderte der Orden Gerechtigkeit und mehr Schutz für die Gemeinde. Diese liegt in den Tarahumara-Bergen im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Die Region leidet seit Jahren unter der Gewalt von Drogenkartellen.

Militärischer Drogenkrieg fordert viele Opfer

In Mexiko sind nach Angaben der International Crisis Group rund 200 kriminelle Gruppen aktiv. Sie sind unter anderem in den Drogenschmuggel in die USA sowie in Entführung, Erpressung und Benzindiebstahl verwickelt. Manche kämpfen auch um Kontrolle über legale Geschäfte wie den Avocadoanbau.

Seit der nordamerikanische Staat 2006 damit begann, den sogenannten Drogenkrieg militärisch zu führen, hat die Spirale der Gewalt Hunderttausende Menschen das Leben gekostet. Die Mordrate pro Einwohner war dort zuletzt rund 100 Mal so hoch wie in Deutschland. Mehr als 100 000 Menschen gelten in Mexiko als verschwunden. Etwa 98 Prozent der Straftaten werden nicht aufgeklärt.

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