Zahl der Toten bei Zugunglück in Indonesien steigt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Indonesien,

    Nach einem schweren Zugunglück im indonesischen Bekasi steigt die Zahl der Opfer: Bis zum Morgen (Ortszeit) seien 15 Menschen tot geborgen worden, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Mehr als 80 weitere seien verletzt worden und würden in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben einer Sprecherin der staatlichen Bahngesellschaft KAI handelt es sich bei den Toten ausschliesslich um Frauen.

    Zugunglück Indonesien Bekasi
    Arbeiter entfernen mit einer schweren Maschine die Trümmer eines Zuges nach einer Kollision in Bekasi, Indonesien, am Dienstag, dem 28. April 2026. - keystone

    Der besonders von dem Aufprall betroffene Waggon war demnach ein «Frauenwaggon» – eine gängige Einrichtung in den Pendlerzügen des Grossraums Jakarta, die weiblichen Fahrgästen während der Stosszeiten eine sicherere und komfortablere Reise ermöglichen soll.

    Mehrere Passagiere waren noch viele Stunden nach dem Unglück in den Trümmern eingeschlossen. Einige von ihnen waren laut Bahngesellschaft die ganze Zeit bei Bewusstsein und konnten mit den Rettungskräften kommunizieren, während Einsatzkräfte mit schwerem Gerät und Schneidwerkzeugen arbeiteten.

    Den Angaben zufolge hatte ein Pendlerzug am Montagabend ein Taxi an einem Bahnübergang erfasst. Ein weiterer Zug musste daraufhin bremsen und anhalten. Wenig später prallte ein Fernzug auf der Strecke zwischen den Grossstädten Jakarta und Surabaya in das Heck des stehenden Zuges und riss den hinteren Waggon auf.

    Der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde, Mohammad Syafii, sprach von einer schwierigen Bergung. «Die Lokomotive und ein Waggon sind praktisch ineinander verschmolzen, was die Rettungsarbeiten äusserst schwierig macht», sagte er auf einer Pressekonferenz.

    Ein Überlebender berichtete von einem explosionsartigen Knall. «Es klang wie eine Bombe», sagte der Passagier im örtlichen Fernsehen. Anschliessend habe dichter Rauch den Zug erfüllt, während Reisende in Panik zu fliehen versuchten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rossmann
    80 Interaktionen
    Drogeriekette in Bern
    sdf
    12 Interaktionen
    Stau

    MEHR IN NEWS

    Starship SpaceX
    Erdumkreisungen
    Dnipro
    Russische Angriffe
    Ärmelkanal
    Im Ärmelkanal
    Diesel Tankstelle
    2 Interaktionen
    Für 30 Tage

    MEHR AUS INDONESIEN