Zahl der Todesopfer bei Erdrutschen in Indien steigt auf mindestens 76

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    Indien,

    Die Zahl der Todesopfer durch Erdrutsche nach Monsun-Regenfällen in Indien ist auf mindestens 76 gestiegen.

    Überschwemmungen und Erdrutsche in Indien
    Überschwemmungen und Erdrutsche in Indien - INDIAN NAVY/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Monsun-Regenfälle sorgen für Überschwemmungen und Häusereinstürze.
    • Mindestens 76 Menschen sind durch Erdrutsche gestorben.

    Die Rettungskräfte hätten bei Einsätzen in verschiedenen Regionen des Bundesstaates Maharashtra weitere Tote geborgen, erklärte die Provinzregierung am Samstag. Demnach mussten fast 90'000 Menschen vorsorglich ihre Häuser verlassen.

    Mehr als die Hälfte der Todesopfer waren im Bezirk Raigad rund 130 Kilometer südlich von Mumbai, der Hauptstadt des Bundesstaates, zu beklagen. Mindestens 47 Menschen starben dort. Bei 53 weiteren wurde befürchtet, sie könnten von den Wasser- und Schlammmassen eingeschlossen worden sein.

    Flüsse treten nach Starkregen über die Ufer

    Der anhaltende Starkregen hatte den Fluss Savitri über die Ufer treten lassen. Die Stadt Mahad wurde grösstenteils überschwemmt, alle Zufahrtsstrassen waren blockiert. Bewohner retteten sich in höhere Stockwerke und auf Häuserdächer, um dem Wasser zu entkommen.

    Noch am Freitag war es dem Katastrophenschutz nicht möglich, im betroffenen Gebiet mit Rettungshubschraubern zu landen. Erst als die Wasserstände am Samstag wieder sanken, konnte mit der Rettung der Bewohner begonnen werden.

    Auch in der Region um die Stadt Chiplun rund 250 Kilometer südlich von Mumbai waren Ortschaften unerreichbar. Der Fluss Vashishti trat dort über die Ufer. Die Behörden verzeichneten dort Wasserstände von bis zu sechs Metern.

    Während Monsun-Saison stürzen immer wieder Häuder ein

    In Mumbai stürzten Häuser ein, es gab Tote und Vermisste. Am vergangenen Wochenende waren in der Finanzmetropole bereits mindestens 34 Menschen durch regenbedingte Erdrutsche gestorben. In der Küstenmetropole Goa südlich von Mumbai gab es nach Regierungsangaben grosse Schäden, aber keine Todesopfer.

    Während der von Juni bis September dauernden Monsun-Saison stürzen in Indien immer wieder Gebäude ein. Betroffen sind oftmals alte und baufällige Häuser. Laut eines Berichts des Potsdamer Instituts für Klimaforschung sorgt der Klimawandel für noch heftigere Monsun-Regenfälle in Indien.

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