Lange Dürre-Perioden sind in Somalia keine Seltenheit. Doch El Niño kehrt das Wetter komplett um. Millionen Menschen sind nun von Überflutungen betroffen.
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Nach starken Regenfällen und Sturzfluten sind am Horn von Afrika in den vergangenen Wochen fast 100 Menschen getötet worden. - Farah Abdi Warsameh/AP/dpa

In den vergangenen Wochen sind in Somalia nach UN-Angaben fast hundert Menschen bei Überflutungen ums Leben gekommen. Wie die UN-Nothilfeorganisation OCHA am Mittwoch berichtete, ist die Zahl der Toten auf 96 gestiegen, 746.000 Menschen flohen vor den Fluten aus ihren Städten und Dörfern. Insgesamt werde von zwei Millionen betroffenen Menschen in dem Land am Horn von Afrika ausgegangen.

Die Überschwemmungen sind eine Folge des anhaltenden Regens im Zusammenhang mit dem Wetterphänomen El Niño. Auch das ostafrikanische Nachbarland Kenia ist stark betroffen.

El Niño-Phänomen verursacht eine «Umkehrung» des Wetters

In den vergangenen Jahren war Somalia schwer von Dürre gezeichnet. Das durch eine Erwärmung des tropischen Pazifik entstehende El Niño-Phänomen verursacht unter anderem eine «Umkehrung» des Wetters mit schwerem Regen in Dürregebieten und Trockenheit in sonst niederschlagsreichen Gebieten.

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