Wieder Zusammenstösse bei Anti-Regierungsprotesten im Libanon 

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    Libanon,

    In Libanon stossen bereits zum zweiten Mal Protestierende und die Polizei zusammen. Die Demonstranten fordern die Freilassung festgenommener Protestierer.

    Proteste im Libanon
    Ein regierungskritischer Demonstrant steht neben einem brennenden Reifen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schon zum zweiten Tag in Folge stiessen in Libanon Protestierende und Polizisten zusammen.
    • Die Polizei ging in Libanon mit Tränengas gegen die Protestierenden vor.
    • Aktivisten berichteten über Verletzte unter den Demonstranten.

    In der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es den zweiten Tag in Folge zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Diese gingen am Mittwochabend mit Tränengas gegen einen Protest vor einer Polizeistation vor. Das meldeten lokale Medien und Aktivisten über soziale Medien.

    Auf Videos war zu sehen, wie Sicherheitskräfte Demonstranten mit Gewalt in die Polizeistation zogen. Aktivisten berichteten über Verletzte. Die Demonstranten forderten die Freilassung festgenommener Protestierer.

    59 Personen festgenommen

    Bereits am Dienstagabend waren bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Beirut 65 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden 59 Menschen festgenommen. Augenzeuge berichteten, Krawallmacher hätten Banken und Geldautomaten attackiert. Zahlreiche Fensterscheiben von Banken gingen zu Bruch.

    Proteste im Libanon
    Ein regierungskritischer Demonstrant läuft brennenden Reifen vorbei. - dpa

    Die Proteste gegen die Regierung waren am Dienstag nach einer längeren Pause über den Jahreswechsel neu aufgeflammt. Demonstranten sperrten in Beirut zahlreiche wichtige Hauptstrassen. Die Proteste richten sich gegen die führende Elite des kleinen Landes am Mittelmeer, der sie Korruption vorwerfen.

    Auf Druck der Strasse erklärte Ministerpräsident Said Hariri Ende Oktober seinen Rücktritt. Bislang konnte keine neue Regierung gebildet werden.

    Die wochenlangen Proteste haben im Libanon die schwerste Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren ausgelöst. Das Libanesische Pfund hat stark an Wert verloren.

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