WHO

    Israel greift WHO-Einrichtungen im Gazastreifen an

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Palestina,

    Die WHO meldet Angriffe durch Israel auf Mitarbeiterunterkünfte und Warenlager im Gazastreifen. Die Gesundheitsversorgung sei «stark bedroht».

    Israel Deir al-Balah Rauchwolke
    Rauch steigt auf, als Israel am Montag Deir al-Balah im Gazastreifen bombardiert. - Keystone

    Israel hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wiederholt Mitarbeiterunterkünfte und Lager im Gazastreifen angegriffen. Frauen und Kinder seien gezwungen gewesen, inmitten der Kampfhandlungen zu fliehen, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X.

    Männliche WHO-Mitarbeiter und Angehörige seien in Deir al-Balah in Handschellen gelegt und mit vorgehaltener Waffe verhört worden. Zwei Mitarbeiter und zwei Angehörige sind festgenommen.

    Drei von ihnen seien wieder freigelassen worden, einer befindet sich weiter in israelischer Haft. Die WHO fordert seine Freilassung.

    System vor dem Kollaps

    Das zentrale WHO-Warenlager am selben Ort wurde am Sonntag durch Explosionen beschädigt. Die Angriffe stellen eine erhebliche Bedrohung für das Gesundheitswesen im Gazastreifen dar, so WHO-Chef Ghebreyesus.

    So funktioniere das Hauptlager nicht mehr und der Grossteil der medizinischen Vorräte sei aufgebraucht. Es herrsche zudem Mangel an Medikamenten, Treibstoff und Ausrüstung hat, man könne Krankenhäuser und Notfallteams nicht mehr angemessen unterstützen.

    Israel bestätigte Festnahmen und erklärte, dass die Soldaten in Deir al-Balah auf Schüsse reagiert hätten. Ob dieses aus WHO-Einrichtungen gekommen seien, habe das Militär laut «Südtirolnews» nicht mitgeteilt.

    Massive Kritik an Israel

    Zahlreiche UN-Beobachter kritisieren Israels Blockade humanitärer Hilfe. Über 20 Staaten fordern ein Ende der Gewalt und freie Hilfslieferungen in Gaza, so die «Deutsche Welle».

    Denkst du, dass Israel zeitnah humanitäre Hilfe im Gazastreifen zulassen wird?

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert schnelle Hilfe und die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts in Gaza. Auch die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas verurteilt Israels Vorgehen öffentlich.

    Die humanitäre Situation im Gazastreifen verschärft sich mit jedem Tag. Viele Hilfsorganisationen berichten von einem fast vollständigen Zusammenbruch medizinischer und logistischer Dienste.

    Kommentare

    User #4390 (nicht angemeldet)

    Die Gesundheitsversorgung ist nicht "stark bedroht" sondern grossenteils weggebomt.

    User #1801 (nicht angemeldet)

    Wer nichts kann und ist nicht schlau, wird Zensusmeister hier bei Nau! Da kann man seinen Frust so richtig rauslassen.

    Weiterlesen

    Gaza Frau Humanitäre Hilfe
    Blutbad in Gaza
    gaza
    «Versehentlich»
    UN
    Hochkommissar

    MEHR IN NEWS

    Jens Spahn
    5 Interaktionen
    Druck zu gross?
    Weinfelden TG
    Weinfelden TG
    Ebola
    Weitere Ausbreitung
    Trüffel
    2 Interaktionen
    Rom

    MEHR WHO

    Ärzte ohne Grenzen
    16 Interaktionen
    WHO warnt
    5 Interaktionen
    Genf
    Passivrauchen
    56 Interaktionen
    WHO warnt

    MEHR AUS PALESTINA

    sdf
    10 Interaktionen
    Ramallah/New York
    Gaza
    Von Gaza
    45 Interaktionen
    Tel Aviv/Gaza
    8 Interaktionen
    Tel Aviv/Ramallah