Über 50 Migranten werden vor der tunesischen Küste vermisst. Ein Sprecher einer Hilfsorganisation geht davon aus, dass sie ertrunken sind.
Migranten in Spanien
Ein junger Migrant schwimmt im Meer. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor der Küste Tunesiens ist ein Boot mit über 50 Migranten an Bord gekentert.
  • 33 Menschen konnten gerettet werden.

Vor der tunesischen Küste werden mehr als 50 Migranten vermisst, die wahrscheinlich ertrunken sind. Sie seien an Bord eines gekenterten Bootes mit 90 Menschen gewesen, das von der Küste Libyens Richtung Italien abgelegt habe, sagte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmondes am Dienstag. 33 Migranten seien gerettet worden.

Der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, twitterte, alle Überlebenden stammten aus Bangladesch. Sie seien am Sonntag aus der libyschen Stadt Suwara abgefahren. Ihr Boot kenterte demnach vor der tunesischen Stadt Sfax.

2021 schon mehr als 550 Menschen im Mittelmeer gestorben

Im Bürgerkriegsland Libyen, aber auch in Tunesien legen immer wieder Boote mit Migranten ab, die über das Mittelmeer nach Europa wollen. Dabei kommen regelmässig Menschen ums Leben, weil die dafür untauglichen Boote kentern. Nach UN-Angaben starben 2021 schon mehr als 550 Menschen beim Versuch, das zentrale Mittelmeer zu überqueren.

Das Hilfsschiff «Sea-Eye 4» hatte in den vergangenen Tagen nach Angaben der privaten deutschen Betreiber in kurzer Zeit mehr als 400 Bootsmigranten auf dem Mittelmeer an Bord genommen. Das tunesische Verteidigungsministerium erklärte am Montag, es seien vor der Küste des Landes 113 Migranten gerettet worden, darunter 46 aus Bangladesch, wie die staatliche Nachrichtenagentur TAP berichtete.

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