Thierry Henry

    WM-Teilnehmer will Thierry Henry als Trainer

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Tunisien,

    Tunesien sucht einen neuen Trainer und soll an Thierry Henry interessiert sein. Doch auch das Gehalt des Franzosen könnte ein Problem sein.

    thierry Henry
    Fährt Thierry Henry mit Tunesien an die WM? - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Thierry Henry soll auf der Wunschliste von Tunesien ganz oben stehen.
    • Das Team sucht nach dem enttäuschenden Aus beim Afrika-Cup einen neuen Trainer.
    • Doch der Verband hat nur wenig Geld und auch sonst nicht das verlockendste Umfeld.

    Thierry Henry war Trainer bei Monaco und Montreal, Co-Trainer bei Belgien. Zuletzt führte er Frankreichs U21, U23 und das A-Nationalteam interimistisch. Jetzt könnte er einen weiteren Job als Nati-Trainer bekommen – und an die WM 2026 in Nordamerika fahren.

    Wie die «Bild» berichtet, hat Tunesien Interesse an dem ehemaligen Stürmer-Star. Die Mannschaft war am Afrika-Cup im Achtelfinal enttäuschend gegen Mali ausgeschieden. Nur ein Tag später wurde Trainer Sami Trabelsi entlassen.

    Mit Henry würde Tunesien eine international anerkannte und bekannte Personalie verpflichten. Zudem hat er den Ruf, Spieler entwickeln zu können. Mit Frankreich holte er 2024 Silber bei den Olympischen Spielen.

    Es gibt aber grosse Hürden: Zum einen schreibt der tunesische Verband rote Zahlen. Bereits das Gehalt von Trabelsi von 15'000 Euro pro Monat sorgte für Kontroversen. Thierry Henry dürfte wohl ein Mehrfaches davon verlangen.

    Zum anderen mischte sich Verbands-Vizepräsident Hussein Jennayah laut Berichten in die Entscheide des Trainers ein. So soll er bei der Aufstellung und der Vergabe des Captain-Amts reingeredet haben. Ob sich Henry in ein solches System begeben will, scheint fraglich.

    Glaubst du, dass Thierry Henry Tunesien übernehmen wird?

    Doch sollte der ehemalige Arsenal-Star absagen, hat Tunesien einen weiteren prominenten Namen auf der Liste: Patrick Vieira. Der Franzose trainierte zuletzt Genoa, ist aber aktuell ohne Job. Doch auch beim ihm stellt sich die Frage, ob er sich auf den Job einlassen will.

    Die wohl wahrscheinlichste Option ist Nabil Maâloul. Er spielte in den 80er- und 90er-Jahren unter anderem in der Bundesliga und der tunesischen Nationalmannschaft. Zudem trainierte er die Auswahl bereits zweimal.

    Er gilt als Favorit von Sportdirektor Zied Jaziri. Er kennt das Umfeld – das sportliche wie auch das politische.

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