Wahlbeteiligung nach ersten Zahlen niedrig
Trotz wochenlanger Unsicherheit und Zweifel öffneten am Donnerstagmorgen die Wahllokale für die umstrittene Wiederholung der Präsidentenwahl in Kenia. Nach ersten vorläufigen Zahlen sollen nur rund ein Drittel der Wahlberechtigten abgestimmt haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Donnerstagmorgen startete die erneute Präsidentenwahl in Kenia.
- Laut ersten Zahlen stimmte ein Drittel der Kenianer für einen neuen Staatschef.
- In Teilen des Landes kam es zu grösseren Ausschreitungen.
Etwa 6,55 Millionen Kenianer hätten für einen neuen Staatschef gestimmt, teilte der Leiter der Wahlkommission, Wafula Chebukati, am späten Donnerstagabend auf Twitter mit. Dies entspricht etwa 33,4 Prozent der mehr als 19 Millionen Wähler. Bei der ersten Abstimmung im August wählten rund 79 Prozent der Stimmberechtigten.
Im
Vorfeld der Wahl hatte es grosse Zweifel über die Glaubwürdigkeit der
Abstimmung und Sorgen über Gewalt gegeben. Staatschef Uhuru Kenyatta will sich
eine zweite Amtszeit sichern, allerdings hatte Oppositionsführer Raila Odinga
zu einem Boykott der Wahl aufgerufen. In Teilen von Nairobi sowie im Westen des
Landes kam es am Donnerstag zu Protesten und Blockaden von Wahllokalen,
mindestens drei Menschen starben. Die Polizei setzte Tränengas
gegen Demonstranten ein. In einigen Teilen des Landes konnte nicht gewählt
werden, in vier Bezirken wird die Abstimmung am Samstag nachgeholt.
Nach dem ersten Wahlgang im August wurde zwar Kenyatta zum Sieger erklärt, das Oberste Gericht annullierte aber die Wahl. Als Grund wurden schwerwiegende Fehler der Wahlkommission genannt. Als die Kommission aus Sicht von Odinga nicht seine Forderungen nach Reformen erfüllte, zog er sich von der Neuwahl zurück.











