Coronavirus

    Vierte Corona-Welle in Teilen Afrikas – erst 6,6 Prozent geimpft

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Südafrika,

    In mehreren afrikanischen Staaten hat sich eine vierte Corona-Welle ausgebreitet. Bisher sind auf dem Kontinent lediglich 6,6 Prozent vollständig geimpft.

    Coronavirus Afrika Impfung
    Eine Frau wird in Abuja, Nigeria, am 19. November 2021 gegen das Coronavirus geimpft. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es gibt unbestätigte Berichte über eine neue Virusvariante.
    • Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC rund 8,6 Millionen Infektionen dokumentiert.

    In Afrika sind erst 6,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt insgesamt zwar nach unten, in mehreren Staaten des Kontinents hat sich aber eine vierte Corona-Welle ausgebreitet, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Sorgen bereiten neben der niedrigen Impfquote auch offiziell bisher unbestätigte Berichte über eine neue Virusvariante, die in Südafrika aufgetreten sein soll, wo die Infektionszahlen langsam wieder steigen.

    John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) betonte am Donnerstag, die Daten würden untersucht und ausgewertet. «Wir beobachten das sehr genau», sagte er. Aktuell könnten dazu aber keine Aussagen getroffen werden.

    Insgesamt ist Trend bei den Neuinfektionen in Afrika derzeit rückläufig. Gegenüber der Vorwoche sank die Zahl um 11 Prozent, die Zahl der Todesfälle um 15 Prozent. Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC rund 8,6 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 222'000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Angaben von Nkengasong auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen allerdings höher liegen.

    Bis Ende 2022 soll 70 Prozent der afrikanischen Bevölkerung geimpft sein

    Er sprach sich gegen eine Impfpflicht aus. Die Impfung älterer und kranker Menschen müsse Vorrang haben vor Booster-Impfungen oder Vorsorge-Impfungen von Kindern, mahnte er. Andernfalls gerate das Ziel in Gefahr, bis Ende kommenden Jahres 70 Prozent der afrikanischen Bevölkerung zu impfen.

    Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Bisher hat Afrika laut CDC rund 403 Millionen Impfdosen beschafft, von denen 55 Prozent verabreicht wurden. Nkengasong begründete die niedrige Impfquote unter anderem mit logistischen Problemen und rief dazu auf, in den einzelnen Staaten wieder verstärkt zu testen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    143 Interaktionen
    Corona-Wunder?
    Weltgesundheitsorganisation
    59 Interaktionen
    5,5 Prozent geimpft

    MEHR IN NEWS

    Reinach AG
    Reinach AG
    Märstetten TG
    Märstetten TG
    Katzen
    12 Interaktionen
    Gefährlich

    MEHR CORONAVIRUS

    corona
    14 Interaktionen
    Streit um Corona
    Long Covid Mann
    34 Interaktionen
    Studie
    5 Interaktionen
    Für Krypto-Geschäfte
    204 Interaktionen
    Erkältungssaison

    MEHR AUS SüDAFRIKA

    2 Interaktionen
    Pretoria
    Valerio Moser Samuel Richner
    2 Interaktionen
    Valerio Moser
    Südafrika
    Johannesburg