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    Verkauf von Tickets für Fake-Flüge: Qantas-Chef unter Beschuss

    Nicole Stieben
    Nicole Stieben

    Australien,

    Alan Joyce, Vorsitzender von Qantas Airways, musste vor einem Untersuchungsausschuss aussagen. Er soll tausende Kunden betrogen haben.

    qantas tickets
    Qantas-Maschine - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Chef von Qantas Airways wird vom Verbraucherschutz und Politikern scharf kritisiert.
    • Alan Joyce soll Kunden Tickets von nicht existierenden Flügen verkauft haben.
    • Fast 10'000 Menschen waren von dem Betrug betroffen.

    Alan Joyce, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Qantas Airways, steht in Australien unter Druck. Er wird beschuldigt, sich auf Kosten der Kunden bereichert zu haben.

    Kritisiert vom Verbraucherschutz

    Laut «FAZ», wird Joyce vorgeworfen, die einst stolze Fluggesellschaft Qantas in ein Ärgernis verwandelt zu haben. Verbraucherschützer und Politiker kritisieren ihn scharf. Eine Klage wegen Betrugs droht. Qantas hat in den Beliebtheitslisten australischer Unternehmen stark nachgelassen.

    Aussagen vor Untersuchungsausschuss

    Joyce musste vor einem Untersuchungsausschuss aussagen und verstrickte sich dabei in Widersprüche. Er behauptete zunächst, während der Corona-Krise keinen Bonus erhalten zu haben. Später musste er jedoch zugeben, rückwirkend Boni im Wert von rund 6 Millionen australischen Dollar kassiert zu haben.

    Verkauf von Tickets für gestrichene Flüge

    Diese Woche wurde bekannt, dass Qantas trotz Stornierung weiterhin Tickets für über 8000 Flüge verkauft hat. Die Kunden mussten ihr Geld zurückfordern oder teurer umbuchen – oft über überlastete Telefonhotlines.

    Die Australian Consumer Commission wirft dem Management vor, zwischen Mai und Juli 2022 Tickets für nicht existierende Flüge verkauft zu haben. Dies betraf die Reisepläne von Zehntausenden Menschen und führte dazu, dass viele höhere Preise zahlen mussten.

    Qantas reagierte darauf mit dem Hinweis auf «gängige Praxis» bei Airlines und «noch nie dagewesene Unruhen» in der Branche. Die Australian Airports Association begrüsste das Vorgehen der Verbraucherschützer gegen Qantas' spätes öffentliches Streichen von Flügen.

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