Venezuelas Parlament billigt Reform der Ölindustrie
Das venezolanische Parlament hat einstimmig eine Reform zur Stärkung der Ölindustrie und zur Öffnung für ausländische Investitionen verabschiedet.

Venezuelas Parlament hat eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Ölindustrie einstimmig gebilligt. Die Reform ermöglicht zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor. Nach der Gefangennahme des autoritären Machthabers Nicolás Maduro durch das US-Militär plädiert US-Präsident Donald Trump für Investitionen im venezolanischen Ölsektor. Davon sollen nicht zuletzt die Vereinigten Staaten profitieren.
Vor der Abstimmung marschierten Tausende Arbeiter aus dem Erdölsektor durch die venezolanische Hauptstadt, um die Reform zu unterstützen. Die Kundgebung wurde von der Regierung organisiert. Die nun gebilligte Reform wurde von Maduros Nachfolgerin und ehemaligen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez vorgeschlagen. Nach Maduros Festnahme wegen mutmasslicher Drogendelikte ist die geschäftsführende Präsidentin Washingtons Ansprechpartnerin in Caracas.
Bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos sagte Trump zuletzt, dass die 50 Millionen Barrel Öl (je 159 Liter), die die USA aus Venezuela erhalten würden, zwischen beiden Ländern aufgeteilt würden. «Vor 20 Jahren war (Venezuela) ein grossartiges Land, aber jetzt haben sie Probleme», sagte Trump. Die USA würden helfen: «Venezuela wird in den nächsten sechs Monaten mehr Geld verdienen als in den vergangenen 20 Jahren, alle grossen Ölkonzerne kommen ins Land».













