Rohingya

    Untersuchungsbericht: Rohingya-Flüchtlingslager-Brand war Sabotage

    Keystone-SDA
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    Bangladesh,

    Der grosse Brand in einem überfüllten Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist nach Einschätzung einer Untersuchungskommission Sabotage gewesen.

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    Ethnische Rohingya versuchen ihre Habseligkeiten nach einem Grossbrand in ihrem Lager in Bangladesch zu retten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der grosse Brand in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist Sabotage gewesen.
    • Dies ergibt eine Einschätzung einer Untersuchungskommission.
    • Die Experten hätten bereits Dutzende Leute befragt und Beweise ausgewertet.

    Der grosse Brand in einem überfüllten Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist nach Einschätzung einer Untersuchungskommission Sabotage gewesen. Kriminelle wollten mit der Brandstiftung vor rund einer Woche die Vormacht im Lager erreichen.

    Das sagte der Chef der Expertengruppe, die den Brand im Auftrag der Behörden untersucht, am Montag in Cox Bazar. Es müsse noch festgestellt werden, welche Personen genau dafür verantwortlich seien. Die Experten hätten bereits Dutzende Leute befragt, Beweise und Medienberichte ausgewertet.

    brand rohingya-lager bangladesch
    Rohingya-Flüchtlinge suchen nach dem Feuer im Lager Balukhali in Bangladesch nach ihren Habseligkeiten. - keystone

    Bei dem Brand am 5. März wurden dem Expertenbericht zufolge 2600 provisorische Unterkünfte von mindestens 15'000 Bewohnerinnen und Bewohner zerstört. Es habe keine Verletzten oder Toten gegeben.

    Inzwischen hätten die meisten Menschen, die ihre Häuser verloren hätten, diese mit der Unterstützung von Hilfsorganisationen wieder aufgebaut. Meist bestehen diese Häuser aus Bambus und Planen.

    Verfolgung von Flüchtlingen laut UN Völkermord

    Rund eine Million Rohingya leben in der weltweit grössten Ansammlung von Flüchtlingscamps in Bangladesch. Hunderttausende waren 2017 aus ihrer mehrheitlich buddhistischen Heimat Myanmar geflohen, als das Militär eine Offensive gegen die muslimische Minderheit startete.

    Die UN bezeichnen ihre Verfolgung als Völkermord. Bangladesch hofft, dass sie wieder nach Myanmar zurückkehren. Bislang scheiterten mehrere Rückführungsversuche wegen Sicherheitsbedenken der Flüchtlinge.

    Behördenangaben zufolge gibt es mindestens elf verschiedene kriminelle Banden in den Camps. Bei ihrem Bestreben um Vormacht gibt es immer wieder Zusammenstösse. Die Banden schmuggeln unter anderem auch Drogen aus dem benachbarten Myanmar.

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