Rohingya-Flüchtlingen droht schlechtere Versorgungslage
Für Hunderttausende Rohingya in Flüchtlingscamps in Bangladesch droht sich die Versorgungslage laut Save the Children weiter zu verschlechtern.

Für Hunderttausende Rohingya, die in überfüllten Flüchtlingscamps in Bangladesch leben, droht sich die Versorgungslage bis Ende des Jahres weiter zu verschlechtern. Das befürchtet die Kinderrechtsorganisation Save the Children, die in den Camps im Bezirk Cox's Bazar im Südosten von Bangladesch tätig ist. «Neun Jahre nach ihrer Flucht droht mehr als einem Drittel der Rohingya-Geflüchteten in Bangladesch akuter Hunger.»
Kürzungen von Hilfsgeldern
Als Grund für die Entwicklung nannte die Organisation unter anderem die Kürzungen von Hilfsgeldern. Besonders betroffen seien Kinder, die über die Hälfte der etwa 1,2 Millionen Menschen in den Camps ausmachten.
Seit der Vertreibung der Rohingya aus Myanmar am 25. August 2017 sei eine ganze Generation von Kindern auf der Flucht aufgewachsen, hiess es. Viele von ihnen kennen demnach nichts anderes als das Leben in den rund 30 Geflüchtetencamps von Cox's Bazar. «Die Camps sind keine sicheren Orte für Kinder, und die Lebensbedingungen sind sehr schwierig», wurde Marina Seizov zitiert, die Projekte in Bangladesch für Save the Children Deutschland betreut.
Ein grosses Problem für die Familien sind nach Angaben der Organisation weiterhin die fehlenden Einkommensmöglichkeiten sowie der Mangel an sauberem Wasser und nahrhaften Lebensmitteln für die Familien.
Grösstes Flüchtlingslager der Welt
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bilden die Camps zusammengenommen das weltweit grösste Flüchtlingslager. Vor neun Jahren hatte das Militär im angrenzenden Myanmar eine Offensive gegen die dort lebende muslimische Rohingya-Minderheit begonnen. Hunderttausende Menschen flohen damals oder wurden vertrieben.














