Kandidat der Regierungspartei in Bangladesch wird neuer Präsident
Bangladeschs Parlament hat den früheren Generalsekretär der regierenden Nationalistischen Partei Bangladeschs (BNP) zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Dank der Zwei-Drittel-Mehrheit der BNP gewann der 78-jährige Mirza Fakhrul Islam Alamgir deutlich.

Das Staatsoberhaupt des südasiatischen Landes spielt vor allem eine zeremonielle Rolle jenseits der Tagespolitik. Trotzdem hat die Wahl nach Ansicht von Beobachtern auch eine grosse symbolische Bedeutung für das Land. Erst im Februar übernahm der langjährige BNP-Vorsitzende Tarique Rahman das Amt des Regierungschefs. Seine Partei hatte die Parlamentswahl gewonnen und die grösste islamistische Partei des Landes, Bangladesh Jamaat-e-Islami, übertrumpft.
Von den gültigen Stimmen entfielen nach Angaben der staatlichen Wahlkommission 255 auf Alamgir, der vor seiner Nominierung noch Minister für Kommunalverwaltung gewesen war. 88 Abgeordnete stimmten demnach für den Oppositionskandidaten Oli Ahmed. Es seien 349 Volksvertreter anwesend gewesen.
Die Präsidentenwahl wurde nach dem Rücktritt von Präsident Mohammed Shahabuddin im Juli angesetzt. Shahabuddin, der ein Verbündeter der gestürzten Ministerpräsidentin Sheikh Hasina war, hatte gesundheitliche Gründe für seinen Schritt genannt. Trotz des politischen Falls Hasinas vor fast zwei Jahren blieb er im Amt.
Die zunehmend autoritär agierende Hasina war nach Massenprotesten gegen die Regierung und Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften Anfang August 2024 nach Indien geflohen, das ihr seitdem Schutz gewährt. Die Hasina-Partei Awami Liga war von der Parlamentswahl ausgeschlossen worden.










