In einem Lager für Rohingya-Flüchtlinge kam es am Montag zu einem Grossbrand. Mindestens 15 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.
Brand in Bangladesh
Ein Grossbrand im Flüchtlingslager in Bangladesh fordert mindestens sieben Tote und Tausende verloren ihre Unterkunft. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem Flüchtlingslager in Bangladesch kam es am Montagabend zu einem Grossbrand.
  • Der Brand forderte mindestens 15 Tote und Tausende verloren ihre Unterkunft.

Bei einem Grossbrand in mehreren zusammenhängenden Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 560 Flüchtlinge wurden verletzt und 400 weitere werden noch vermisst, wie die UNO am Dienstag mitteilte.

Mindestens 10'000 Behausungen seien zerstört worden, rund 45'000 Menschen seien ohne Obdach. Die Feuerwehrleute konnten die Flammen nach einem stundenlangen Kampf in der Nacht zum Dienstag löschen. Die Brandursache konnte bislang nicht ermittelt werden.

Mehr als 9500 Angehörige der Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar seien durch den Brand obdachlos geworden. Dies sagte der Chef der für Flüchtlinge zuständigen Behörde Bangladeschs.

Buddhistische Flüchtlinge kommen aus Myanmar

Nach einem Bericht des Flüchtlingshilfswerks UNHCR zerstörten die Flammen neben den Unterkünften auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte.

Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar waren 2017 vor Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Dort leben sie in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren.

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