Uno-Guterres fordert eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe in Äthiopien. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der Regierung sind Tausende getötet worden.
Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert eine sofortige Waffenruhe in Äthiopien.
Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert eine sofortige Waffenruhe in Äthiopien. - sda - KEYSTONE/EPA/Carlos Ortega

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Konfliktparteien in Äthiopien sollen eine Waffenruhe beschliesse.
  • Laut Uno-Guterres könne nur im Dialog Stabilität wiederhergestellt werden.
  • Die Rebellengruppen wollen die Regierung stürzen.

Uno-Generalsekretär António Guterres hat eine bedingungslose und sofortige Waffenruhe in Äthiopien gefordert.

Die Konfliktparteien sollten die Waffen schweigen lassen, um das Land zu retten, sagte Guterres am Mittwoch bei einem Besuch in Kolumbien zur Feier der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen vor fünf Jahren. Nur im Dialog könne die Stabilität in der Region wiederhergestellt werden.

Äthiopien: Tausende getötet, Millionen vertrieben

In Äthiopien gibt es seit einem Jahr Kämpfe zwischen der in der nordäthiopischen Region Tigray herrschenden Rebellengruppe TPLF und der Regierung in Addis Abeba. Der Konflikt hatte mit einer Offensive der Regierungstruppen gegen die TPLF begonnen.

Seither wurden tausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen weitere vertrieben. Die Vereinten Nationen werfen allen Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Die TPLF hat sich inzwischen mit weiteren Rebellengruppen zusammengeschlossen, um Ministerpräsident Abiy Ahmed zu stürzen. Die Uno, die Afrikanische Union und die USA versuchen, in dem Konflikt zu vermitteln.

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