Die äthiopische Armee hat nach Angaben der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) einen weiteren Luftangriff auf die Hauptstadt der Krisenregion geflogen.
ARCHIV - Vertriebene Äthiopier aus verschiedenen Städten der Amhara-Region warten in einem Zentrum für Binnenvertriebene auf die Verteilung von Hilfsgütern. Foto: Mulugeta Ayene/AP/dpa
ARCHIV - Vertriebene Äthiopier aus verschiedenen Städten der Amhara-Region warten in einem Zentrum für Binnenvertriebene auf die Verteilung von Hilfsgütern. Foto: Mulugeta Ayene/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Mulugeta Ayene

Das Wichtigste in Kürze

  • In der äthiopischen Hauptstadt Mek’ele kam es zu einem Bombenangriff.
  • Dies berichtet die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF).

Zivilisten seien in einem Wohnviertel der Stadt Mek’ele bombardiert worden, teilte TPLF-Sprecher Getachew Reda am Sonntag auf Twitter mit. Die Regierung äusserte sich zunächst nicht zu dem Angriff. Das Militär hat die Stadt im Norden des Landes bereits in den vergangenen Wochen mehrfach beschossen.

Der Vielvölkerstaat Äthiopien mit seinen knapp 115 Millionen Einwohnern droht durch seit einem Jahr anhaltende Kämpfe zu zerfallen.

Der US-Sondergesandte für das Horn von Afrika, Jeffrey Feltman, war bis Samstag in der Hauptstadt Addis Abeba, um Gespräche über einen Waffenstillstand und eine Beilegung des Konflikts zu führen. Regierungschef Abiy Ahmed war 2018 mit dem Versprechen an die Macht gekommen, Äthiopien zu reformieren.

Er entmachtete die TPLF die das Land 25 Jahre lang dominierte. Im Herbst 2020 führte die TPLF eigenmächtig Wahlen in ihrer Hochburg, der nördlichen Region Tigray, durch und griff kurz danach eine Militärbasis an. Daraufhin begann die Regierung eine brutale Militäroffensive mit Hilfe des Nachbarlandes Eritrea.

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