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    Unicef: 168 Millionen Kinder seit fast einem Jahr nicht beschult

    Keystone-SDA
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    USA,

    Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder wegen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen.

    ARCHIV - Ein leeres Klassenzimmer in der Corona-Pandemie in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    ARCHIV - Ein leeres Klassenzimmer in der Corona-Pandemie in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - sda - Keystone/dpa/Sebastian Gollnow

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gemäss Unicef haben rund 168 Millionen Kinder wegen Corona keinen Unterricht mehr.
    • Über 200 Millionen hätten ausserdem drei Viertel des Unterrichts verpasst.
    • Betroffen davon sind vor allem Kinder in ärmeren Ländern.

    214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Mittwoch.

    Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer «katastrophalen Bildungskrise» wegen des weltweiten Lockdowns.

    Lateinamerika fast 1 Jahr im Lockdown

    Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder.

    Schule südafrika
    Ein Filmemacher fand in Bisakrom nur 3 von 10 Kindern auf der Schul-Liste. (Symbolbild) - keystone

    In Schulen würden Kinder sich mit Gleichaltrigen austauschen, Unterstützung erhalten, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Impfungen sowie eine Mahlzeit bekommen. Die am stärksten Gefährdeten und die Kinder ohne Zugang zu Distanzunterricht sind laut Unicef einem erhöhten Risiko ausgesetzt, nie in die Schule zurückzukehren und zu Kinderehen oder Kinderarbeit gezwungen zu werden.

    «Die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis», sagte Fore. «Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Schulen offen zu halten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen.»

    Henrietta Fore
    Henrietta Fore, die geschäftsführende Direktorin von Unicef. - dpa

    Auf die Bildungskrise will Unicef mit der Installation «Pandemic Classroom» aufmerksam machen: Das Modell-Klassenzimmer zeigt 168 leere Schreibtische - einen Schreibtisch für je eine Million Kinder, deren Schulen seit einem Jahr fast vollständig geschlossen sind.

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