UN-Mission prangert Zunahme von Angriffen auf Zivilisten in Mali an

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    Im westafrikanischen Mali hat die Gewalt gegen Zivilisten nach UN-Angaben dramatisch zugenommen.

    UN-Fahrzeug in Mali
    UN-Fahrzeug in Mali - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gewalt geht laut Minusma vor allem von Dschihadisten aus.

    In einem am Montag veröffentlichten Bericht der UN-Mission Minusma heisst es, die Gewalt gehe vor allem von Dschihadisten aus. Demnach gibt es aber zunehmend auch Angriffe auf Zivilisten durch andere Milizen sowie Armeeangehörige.

    Zwischen April und Juni wurden dem Minusma-Bericht zufolge mindestens 527 Zivilisten getötet, verletzt oder entführt. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres.

    54 Prozent der Angriffe auf Zivilisten im zweiten Quartal seien von der Islamistengruppe GSIM und anderen islamistischen Milizen wie dem Sahara-Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (ISGS) ausgegangen, heisst es in dem Bericht. Islamistische Gruppen hätten zudem ihre Kontrolle über ländliche Gebiete im Zentrum Malis ausgeweitet. In den betroffenen Regionen würden Grundrechte, insbesondere von Frauen, massiv beschnitten.

    Für rund ein Fünftel der Angriffe auf Zivilisten waren laut Minusma Milizen wie Dan Nan Ambassagou verantwortlich. Die Gruppe habe 54 Menschen entführt und Lösegelder in Höhe vom umgerechnet rund 6100 Euro verlangt. Etwa neun Prozent der verzeichneten Angriffe gingen dem Bericht zufolge von der malischen Armee aus, sechs Prozent von internationalen Streitkräften.

    Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von zunehmender Instabilität geprägt. Die meist islamistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, Hunderttausende mussten aus ihrer Heimat fliehen. An Ausbildungs- und Stabilisieurngsmissionen der EU und UNO in Mali ist auch die Bundeswehr beteiligt.

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