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    Tschads Regierung gewährt fast 300 Rebellen Generalamnestie

    Keystone-SDA
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    Tschad,

    Die Regierung im zentralafrikanischen Tschad hat eine Generalamnestie für Mitglieder von bewaffneten Rebellengruppen gewährt, die aufgrund von Militanz oder Verletzung der Integrität des Staates verurteilt wurden.

    Tschads Präsident Déby baut seine Macht aus - die gesamte Regierung tritt daraufhin zurück
    Tschads Präsident Déby baut seine Macht aus - die gesamte Regierung tritt daraufhin zurück - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Amnestie betreffe knapp 300 inhaftierte oder im Exil befindliche Rebellen, sagte Kommunikationsminister Abderamane Koulamallah am Montag.

    Der Gesetzesbeschluss, der der «nationalen Aussöhnung» diene, solle in den kommenden Tagen vom Nationalen Übergangsrat geprüft und verabschiedet werden, so Koulamallah.

    Nachdem der ehemalige Präsident Idriss Déby im April nach offiziellen Angaben im Kampf gegen Rebellen umgekommen war, übernahm ein Militärrat die Macht im erdölreichen, aber von Armut gebeutelten Tschad. Débys Sohn Mahamat wurde zum Präsidenten des Militärrats ernannt, der gleichzeitig als Staatsoberhaupt fungiert. Déby hat seitdem einen «inklusiven nationalen Dialog» versprochen, der das Land vereinen soll.

    Eine Generalamnestie war eine der Bedingungen von Regierungsgegnern, um sich zu einem Dialog bereit zu erklären. Für die ehemalige Kolonialmacht Frankreich und für Europa ist der Tschad ein militärisch wichtiger Partner in der von zahlreichen bewaffneten Gruppen bedrohten Sahel-Region.

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