Amphitheater von Nyon soll mit Projket aufgewertet werden
Das im 2. Jahrhundert erbaute, 1996 entdeckte und als Denkmal von nationaler Bedeutung klassifizierte römische Amphitheater von Nyon VD soll aufgewertet werden. Das Ziel ist es, das Amphitheater in Form eines archäologischen Parks für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Stadt Nyon präsentierte am Donnerstagabend der Öffentlichkeit den aktuellen Stand des Projekts, d. h. die architektonischen, landschaftlichen und szenografischen Dimensionen der antiken Stätte. Gleichzeitig wurde die zweite Phase der sich weiterentwickelnden Ausstellung „Amphitheater?“ eröffnet, die die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erhaltung des Denkmals und seiner zukünftigen Aufwertung beleuchtet.
Das Amphitheater von Nyon gehört zu den acht römischen Amphitheatern, die in der Schweiz entdeckt wurden. Es zeichnet sich durch seine Grösse – eine elliptische Arena von 50 mal 36 Metern – sowie durch seinen guten Erhaltungszustand aus, wie die Stadt in einer Mitteilung festhältt.
Die eingehenden Untersuchungen und die vollständige Überarbeitung der wissenschaftlichen Unterlagen werden von der kantonalen Archäologie und dem Bundesamt für Kultur überwacht. Das Projekt wird von der Stadt Nyon, den Dienststellen für Architektur, Kultur und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Römischen Museum von Nyon und einer wissenschaftlichen Kommission aus Schweizer und internationalen Experten getragen.
Es wurden auch partizipative Workshops durchgeführt, um die Erwartungen der Bevölkerung zu berücksichtigen. Ein vom Gemeinderat im August 2022 bewilligter Studienkredit finanziert ein Vorprojekt sowie die Architektur- und Szenografie-Studien. Das Ziel sei es, dem Gemeinderat zu Beginn des Schuljahres 2026 einen Realisierungskredit vorzulegen, teilte die Stadtverwaltung von Nyon mit.
Das Projekt basiere auf minimalen und teilweise reversiblen Eingriffen, die die Integrität des Stätten mit hohem kulturellem Wert respektierten. Das Amphitheater werde als lebendiger archäologischer Park konzipiert, der vollständig in die Stadt integriert sei und Begegnungen, Entdeckungen, Wissensvermittlung und Kontemplation ermögliche.
Die nächsten Schritte sehen die öffentliche Auflage im zweiten Quartal, die Einreichung des Voranschlags für den Realisierungscredit beim Gemeinderat im dritten Quartal und die Abstimmung über den Baukredit bis Ende des Jahres vor. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen.










