Regierungspartei gewinnt Parlamentswahl im Tschad

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    Trotz geringer Wahlbeteiligung und Manipulationsvorwürfen konnte die regierende Partei im Tschad gewinnen.

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    Die Partei von Mahamat Idriss Déby Itno (Mitte) ist zum Sieger der Wahl im Tschad geworden. (Archivbild) - dpa

    Im Sahelstaat Tschad hat die seit Jahrzehnten regierende Partei Patriotische Heilsbewegung (MPS) von Präsident Mahamat Idriss Déby Itno nach offiziellen Angaben die Parlamentswahl gewonnen. Die Wahlbeteiligung war nach Angaben der Wahlbehörde gering.

    Bei dem Ende Dezember abgehaltenen Urnengang sicherte sich die MPS nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten der nationalen Wahlbehörde 124 von 188 Parlamentssitze. An der Wahl nahmen laut der Wahlbehörde nur rund 51,6 Prozent der Berechtigten teil.

    Kritik an den Wahlen

    Die Opposition hatte im Vorfeld Manipulationsvorwürfe erhoben und zum Boykott der Wahl aufgerufen. Die Regierung des zentralafrikanischen Staates hatte die Wahl hingegen als wichtigen Schritt zur Beendigung der seit drei Jahren andauernden Militärregierung dargestellt.

    Staatschef Déby war im Mai 2024 bei einer von der Opposition kritisierten Wahl als Präsident bestätigt worden. Im April 2021 war er von der Armee zum Übergangspräsidenten an der Spitze einer Militärregierung ernannt worden, nachdem sein Vater Idriss Déby Itno von Rebellen getötet worden war.

    Dieser hatte den seit 1960 unabhängigen Tschad 30 Jahre lang mit harter Hand regiert. Der zentralafrikanische Tschad ist ein Ölproduzent, wird von den Vereinten Nationen aber als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt eingestuft.

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