Schwyzer Regierung hält Brustkrebsvorsorgeprogramm für überflüssig
Die Früherkennung von Brustkrebs ist im Kanton Schwyz nach Ansicht des Regierungsrats gewährleistet. Er spricht sich deswegen gegen ein kantonales Vorsorgeprogramm aus.

Die Kantonsregierung beantragt dem Parlament, ein Postulat von Sonja Zehnder (GLP) abzulehnen. Zehnder forderte ein kantonales Programm, bei dem Frauen, die älter als 50 Jahre sind, alle zwei Jahre eingeladen werden, ihre Brust mit Hilfe einer Röntgenaufnahme untersuchen zu lassen.
Zehnder wies darauf hin, das Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen sei. Mit der Mammografie lasse sich der Krebs erkennen, bevor Beschwerden auftreten würden. Solche Screening-Programme gebe es bereits in vielen Kantonen.
Gemäss der regierungsrätlichen Antwort führen 15 Kantone Brustkrebsvorsorgeprogramme durch, fünf weitere planen solche einzuführen. Trotzdem hält die Kantonsregierung für den Fall des Kantons Schwyz ein solches Programm für überflüssig.
Der Regierungsrat setzt vielmehr auf die Selbstverantwortung der Frauen. Sie hätten bereits im Rahmen der regulären medizinischen Versorgung Zugang zu Mammografien, erklärte er.
Wünsche eine Frau eine Vorsorgeuntersuchung, könne sie sich an ihren Arzt oder ihre Ärztin wenden, hielt der Regierungsrat in seiner Postulatsantwort fest. «Somit besteht kein Versorgungsdefizit, welches durch ein kantonales Vorsorgeprogramm korrigiert werden müsste.»
Die Entscheidung zu einer Mammografie solle im ärztlichen Gespräch unter Berücksichtigung individueller Risikofaktoren gefällt werden, erklärte der Regierungsrat. Flächendeckende Einladungen zu Vorsorgeuntersuchungen führten zu «Überdiagnosen» und hohen Kosten für die Allgemeinheit.










