Gewalt

Trotz US-Deal mit Iran: Kein Ende der Gewalt im Libanon

Keystone-SDA
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Bern,

Der Libanon bleibt die Schwachstelle im Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben über Nacht und am Freitagmorgen Stellungen der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon aus der Luft an.

Nahostkonflikt
Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben über Nacht und am Freitagmorgen Stellungen der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon aus der Luft an. (Archivbild) - keystone

Zuvor habe die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt.

Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 18 Menschen getötet und 33 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hiess es in der Mitteilung.

Alle Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen. Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag die von der Armee errichtete «Sicherheitszone» im Südlibanon als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge wurde unter anderem die Ortschaft Kfar Tebnit nahe Nabatija von mehreren Luftschlägen getroffen. Demnach kam es dort bei einer strategisch wichtigen Anhöhe zu Gefechten.

Kommentare

User #1881 (nicht angemeldet)

Das Problem ist die Hisbolla ist nicht Libanon. Es ist wie eine Gruppierung die sich eingenistet hat. Diese rauszubekommen ohne Unschuldige zu töten ist fast nicht möglich. Man erinnert sich am Kreuzzug gegen die Katharer. Frage des Erobers an die Kirche: Wie können wir die Katharer von den Anderen unterscheiden? Antwort der Kirche: tötet alle, Gott wird seine Schäfchen dann schon erkennen. Diese Antwort ist in den Geschichtsbüchern überliefert und echt.

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