Thailand baut Grenzzaun nach Konflikt mit Kambodscha

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Thailand,

Thailands Regierung zieht nach den schweren Grenzgefechten mit dem Nachbarn Kambodscha im vergangenen Jahr sichtbare Konsequenzen.

Thailand Kambodscha Grenze
Dieses von der Agence Kampuchea Press (AKP) am 7. Februar 2026 aufgenommene und veröffentlichte Foto zeigt thailändische Soldaten, die neben einem Stacheldrahtzaun stehen, der ein Gebiet in der Region Thma Da in der Provinz Pursat absperrt. - keystone

Entlang der gemeinsamen Grenze hat das Militär den ersten Abschnitt eines dauerhaften Grenzzauns errichtet. Der 1,3 Kilometer lange Pilotabschnitt in der Provinz Chanthaburi besteht aus Stahlbetonplatten mit Stahlgitter und Stacheldraht und soll nach Angaben der Armee die Sicherheit an der Grenze erhöhen, wie thailändische Reporter am Mittwochabend nach einem Ortsbesuch berichteten.

Zwischen den Nachbarstaaten kam es unter anderem wegen des historisch ungeklärten Grenzverlaufs schon mehrfach zu Gefechten. Im vergangenen Jahr waren die Streitkräfte beider Länder in wochenlange Gefechte verwickelt, die fast 150 Menschen das Leben kosteten und Hunderttausende Bewohner auf beiden Seiten der Grenze in die Flucht trieben. Seit Ende Dezember gilt eine fragile Waffenruhe.

Thailands Armeechef Ukrit Boontanon bezeichnete die Anlage laut «Bangkok Post» als «stabil, stark und dauerhaft». Die Betonplatten seien getestet worden und könnten Beschuss mit Kleinwaffen standhalten. Der Zaun soll zunächst um weitere gut sieben Kilometer verlängert werden.

Ein durchgehender Zaun entlang der mehr als 800 Kilometer langen Grenze ist nach Angaben des Militärs jedoch nicht geplant. Es werde jeweils einzeln geprüft, wo eine feste Barriere sinnvoll sei. In Abschnitten mit ungeklärtem Grenzverlauf würden vorerst provisorische Sperren aus scharfem Stacheldraht errichtet.

Aus Kambodscha kam zuletzt eine zurückhaltende Reaktion. Die Regierung in Phnom Penh erklärte, sie habe grundsätzlich nichts gegen einen Grenzzaun auf thailändischem Staatsgebiet einzuwenden. Voraussetzung sei jedoch, dass die Anlage nicht in Gebieten mit ungeklärten Besitzansprüchen errichtet werde und der Grenzverlauf zuvor von der gemeinsamen Grenzkommission beider Länder geklärt worden sei.

Kommentare

User #2909 (nicht angemeldet)

Never Ending Story .....

User #2648 (nicht angemeldet)

Super Idee! Die Welt soll sich einigeln und später mit Drohnen bekämpfen. Der Mensch ist das schlimmste Raubtier.

Weiterlesen

Bundesrat
2 Interaktionen
35'000 Fr. gespart
Kolumnen
163 Interaktionen
Blocher & Mazzone

MEHR AUS THAILAND

penisvergrösserung
In Thailand
Land
17 Interaktionen
Landgang in Thailand
Thailand
12 Interaktionen
US-Flugzeugträger
a
44 Interaktionen
Nach XL-Einsatz