Tadschike soll für Iran Ziele in Israel ausgespäht haben
Ein ausländischer Staatsbürger ist in Israel unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen worden.

Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelt es sich um einen Mann aus der islamisch geprägten früheren Sowjetrepublik Tadschikistan, der auch im Besitz eines russischen Passes ist. Gegen ihn sei bereits eine Anklageschrift bei Gericht eingereicht worden.
Dem Verdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, während des jüngsten Kriegs mit dem Iran Einschlagsorte iranischer Raketen übermittelt zu haben. Zudem soll er dem iranischen Geheimdienst Informationen über den genauen Standort der Azrieli-Türme weitergegeben haben, einem markanten Hochhausensemble in der Küstenmetropole Tel Aviv.
Überdies habe der Tadschike im Auftrag des Irans den Hafen von Haifa fotografiert und versucht, Aufnahmen einer «sicherheitsrelevanten Anlage im Norden Israels» zu machen. Er soll auch aktiv an der Rekrutierung weiterer potenzieller Spione für Teheran beteiligt gewesen sein.
Nach Angaben der Behörden steht er seit Jahresbeginn in Kontakt mit einem iranischen Auslandsagenten. Der erste Kontakt sei über ein scheinbar harmloses Jobangebot zustande gekommen. Zwar habe der Verdächtige nach einiger Zeit erkannt, dass es sich um einen iranischen Agenten handelte, den Kontakt jedoch dennoch fortgesetzt.
In den vergangenen Jahren hatte bereits häufiger Festnahmen von Israelis gegeben, die der Spionage für den Erzfeind Iran verdächtigt wurden.










