Nach Flugzeugabsturz in Peking: Behörden nennen Hintergründe
Nach dem Absturz eines Leichtflugzeuges im Zentrum der chinesischen Hauptstadt Peking haben die Behörden weitere Details zu dem Vorfall veröffentlicht.

Demnach handelte es sich bei dem Piloten um einen 66 Jahre alten Mann aus Peking, der aus persönlichen Gründen gehandelt haben soll, wie der Bezirk Chaoyang mitteilte. Der allein lebende Mann sei Freiberufler und geschieden gewesen, hiess es weiter.
Der Pilot, der den Angaben zufolge seit 2021 eine Sportfluglizenz hatte, kam bei dem Vorfall vor fast einer Woche ums Leben, als sein Flugzeug am Freitag im Feierabendverkehr in den China Zun, den grössten Wolkenkratzer der Stadt, krachte. Bei der Maschine handelte es sich um ein chinesisches Leichtsportflugzeug vom Typ Aurora SA60L, wie die Behörden erklärten.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann zunächst im östlichen Randbezirk Pinggu mit der einmotorigen Maschine abgehoben hatte und später das festgelegte Fluggebiet verliess, und der Kontakt zum Flughafen abriss, bis er in das 528 Meter hohe Gebäude prallte.
Weiter erklärten die Behörden, dass der Mann seit langem unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen gelitten haben soll. In seinen Tagebüchern sei ausserdem der Ausdruck «das Leben beenden» aufgetaucht, hiess es weiter.
Der höchst seltene Vorfall hatte Fragen zur Sicherheit in Peking aufgeworfen. Die chinesische Hauptstadt gilt als besonders stark überwacht. Das Zentrum der Millionenmetropole ist eine vom Militär kontrollierte Flugverbotszone, für die Flüge nur nach Genehmigung möglich sind.
Der Unglücksort liegt ganz in der Nähe der für ihre quadratische Architektur als «grosse Hose» bekannten Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV und nur wenige Kilometer von der berühmten Verbotenen Stadt sowie dem Regierungskomplex und Machtzentrum der Kommunistischen Partei, Zhongnanhai, entfernt.
Medienberichten zufolge hatte die Regierung nach dem Vorfall landesweit Flugverbote für Leichtflugzeuge verhängt. Bei dem Vorfall am vergangenen Freitag waren ausserdem 13 Menschen verletzt worden. Diese sind nach offiziellen Angaben mittlerweile alle ausser Lebensgefahr.














