Syrien: Regierungstruppen rücken in Kurden-Hochburg Hassaka ein
Syrische Regierungstruppen sind gemäss einem Abkommen mit den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in die Kurden-Hochburg Hassaka eingerückt. Das bestätigten kurdische Quellen und Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Während des syrischen Bürgerkriegs haben sich die Kurden im Norden und Nordosten des Landes eine Selbstverwaltung aufgebaut. Die Stadt Hassaka galt als Verwaltungszentrum dafür. Das Einrücken der Regierungskräfte sei «das Ende der Herrschaft der Selbstverwaltung und der Beginn einer neuen Ära eines vereinten Syriens», hiess es aus Militärkreisen. Offiziell äusserten sich die Regierung und die SDF bislang nicht.
Im Zuge des Umbruchs in Syrien hat sich die neue Führung in Damaskus zum Ziel gesetzt, das Land nach Jahren der Spaltung zu einen, um einen zentralisierten Staat aufzubauen. Ein Abkommen zur Eingliederung der kurdischen Institutionen besteht bereits seit März vergangenen Jahres.
Zuletzt kam es jedoch zu Spannungen und gewaltsamen Gefechten in den kurdisch kontrollierten Gebieten. Am Freitag wurde schliesslich ein neues Abkommen verkündet. Das Einrücken in Hassaka ist ein erster Schritt zur Umsetzung.













