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    Südkoreas Ex-Minister: Selbstmordversuch in Haft

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    Der frühere Verteidigungsminister Südkoreas, Kim Yong Hyun, hat im Gefängnis versucht, sich das Leben zu nehmen. Ihm wird Hochverrat vorgeworfen.

    Kim Yong Hyuan
    Südkoreas Ex-Minister Kim Yong Hyun bei einer Pressekonferenz in Washington, USA. (Archivbild) EPA/WILL OLIVER - keystone

    Südkoreas inhaftierter Ex-Verteidigungsminister Kim Yong Hyun hat in seiner Gefängniszelle einen Suizidversuch unternommen. Nach Angaben des Justizministeriums war der Gesundheitszustand des 65-Jährigen, dem Hochverrat vorgeworfen wird, danach zunächst stabil, wie Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap meldete.

    Kim befindet sich derzeit in einer Haftanstalt in Seoul. Er war offener Befürworter und möglicher Strippenzieher hinter der umstrittenen Entscheidung von Präsidenten Yoon Suk Yeol, das Kriegsrecht über sein Land verhängen – was Massenproteste ausgelöst hatte.

    Am Dienstag sagte der ehemalige Verteidigungsminister, er wolle die alleinige Verantwortung dafür zu übernehmen. «Die gesamte Verantwortung für die Situation liegt allein bei mir. Meine Untergebenen haben einfach nur treu meine Befehle und die ihnen erteilten Aufträge befolgt. Ich bitte um Nachsicht für sie», zitiert Yonhap aus einer Stellungnahme von Kims Anwaltschaft.

    Ermittlungen gegen Präsident Yoon

    Am Mittwoch hatte die Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen Präsident Yoon dessen Büroräumlichkeiten durchsucht. Yoon war während der Razzia laut Yonhap nicht vor Ort. Sein genauer Aufenthaltsort ist derzeit unklar.

    Der südkoreanische Präsident hatte am Dienstag vergangener Woche völlig überraschend das Kriegsrecht und Stunden später nach massivem politischem Widerstand wieder aufgehoben.

    Am Samstagabend scheiterte ein Antrag der Opposition über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Yoon im Parlament. Doch der öffentliche Druck gegen den 63-Jährigen hält an.

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