Studie

Studie: Meningitis verursacht Viertelmillion Todesfälle weltweit

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Frankreich,

Weltweit sterben jedes Jahr eine Viertelmillion Menschen an einer Hirnhautentzündung – besonders viele von ihnen in Afrika. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Samstag in der Fachzeitschrift «Lancet Neurology» veröffentlichte Studie von Forschern aus den USA, die ihren Verfassern zufolge die bisher umfassendste globale Einordnung von Meningitis-Erkrankungen liefert.

meningitis meningitis ausbruch
Weltweit sterben jedes Jahr eine Viertelmillion Menschen an einer Hirnhautentzündung – besonders viele von ihnen in Afrika. - Unsplash

Demnach sind ein Drittel der Todesopfer Kinder. Der Studie des im US-Bundesstaat Washington ansässigen Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) zufolge starben 2023 rund 259'000 Menschen infolge einer Hirnhautentzündung – besonders viele von ihnen im «afrikanischen Meningitisgürtel», der vom Senegal bis Äthiopien reicht.

Besonders betroffen waren demnach Nigeria, der Tschad und der Niger. Viele Fälle würden hier gar nicht gemeldet, weshalb die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle infolge einer Meningitis-Erkrankung höher liegen könnte.

Eine Meningitis äussert sich durch eine Entzündung des Gewebes rund um das Gehirn und das Rückenmark, die meistens durch eine Infektion mit Viren, Bakterien, Pilzen oder anderen Mikroorganismen verursacht wird. Besonders gefährlich ist eine Infektion mit Bakterien. Häufigste Symptome sind Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Fieber.

Zuletzt hatte es einen durch Bakterien verursachten Meningitis-Ausbruch mit zwei Toten in der britischen Grafschaft Kent gegeben. Mehr als 10'000 Menschen liessen sich dort in der Folge impfen, Tausende weitere wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Inzwischen sinken die Fallzahlen dort wieder.

Die Studienautoren warnen davor, dass das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesetzte Meningitis-Ziel für 2030 verfehlt werden könnte. Die WHO hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl bakterieller Infektionen bis 2030 um 50 Prozent und die der Todesfälle um 70 Prozent gegenüber dem Niveau von 2015 zu senken. Der Studie zufolge sinkt die Zahl der Infektionen und Todesfälle nur um die Hälfte der Rate, die für die Erreichung des Ziels notwendig wäre.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2510 (nicht angemeldet)

0,003% der Weltbevölkerung also. Scheint mir nicht viel zu sein.

User #5443 (nicht angemeldet)

Pferdesalbe unerreicht.

Weiterlesen

Putin Magyar
129 Interaktionen
Ungarn-Experte
Donald Trump Papst Leo
196 Interaktionen
Nach Attacke

MEHR IN NEWS

Berlin
Exoplanet Trappist-1
Auf Exoplaneten
Migros Fleisch
3 Interaktionen
Grüne Kennzeichnung
Gewalt bei Kontrolle?

MEHR STUDIE

Baugewerbe
4 Interaktionen
Neue Studie zeigt
Lärchenwald
3 Interaktionen
Schweizer Studie
Grossmutter Enkel
43 Interaktionen
Laut Studie
küken
4 Interaktionen
Wie Katzen und Hunde

MEHR AUS FRANKREICH

Tadej Pogacar Paris-Roubaix
4 Interaktionen
Defekt-Drama
lance stroll
7 Interaktionen
World Challenge
frankreich
An Schweizer Grenze