Krieg

So viel Geld macht Kim durch Putins Krieg

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Nordkorea,

Nordkorea nahm mit Munitionsverkäufen an Russland 14 Milliarden Dollar ein. Das Land profitiert in mehrfacher Hinsicht vom Ukraine-Krieg.

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Nordkorea profitiert vom Ukraine-Krieg und der Allianz mit Russland. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nordkorea nahm rund 14 Milliarden Dollar durch Munitionsverkäufe an Russland ein.
  • Dadurch waren die Einnahmen zwischen 2022 und 2025 deutlich höher als in den vier Jahren zuvor.
  • Zudem profitiert Nordkorea von der Annäherung an Russland und der Entsendung seiner Soldaten.

Seit Jahren steht Nordkorea unter UN-Sanktionen. Kaum Geld fliesst in das Land. Doch seit 2022 kann Kim Jong-un seine Kassen füllen – dank Russland.

Zwischen 2022 und 2025 nahem Nordkorea gemäss einer Analyse «Bloomberg Analytics» 22 Milliarden Dollar an Devisen ein. Der Grossteil davon kam von Russland. Es ist ein Vielfaches der Einnahmen der vier Jahre zuvor.

Russland verschiesst im Krieg gegen die Ukraine Unmengen an Raketen und Munition. Wegen Sanktionen kann Wladimir Putin nicht im Westen Nachschub einkaufen. Deshalb wandte er sich an Kim.

Und die nordkoreanischen Lager waren voll, die Fabriken liefen auf Hochtouren. Seit Kriegsbeginn kaufte Russland Artilleriegranaten für 9,12 Milliarden Dollar, schwere Artillerie für 2,38 Milliarden und ballistische Raketen für 1,27 Milliarden.

Ausserdem bezahlte Russland rund 849 Millionen Dollar für die Entsendung nordkoreanischer Soldaten. Hinzu kommen Einnahmen von 403 Millionen Dollar aus anderen Geschäften. Insgesamt erhielt Nordkorea rund 14 Milliarden Dollar aus Russland.

Bereitet dir die nordkoreanisch-russische Allianz Sorgen?

Die restlichen rund acht Milliarden Dollar nahm Nordkorea mit dem Handel mit China, IT-Dienstleistungen, Internetkriminalität und anderen Waffenexporten ein.

Kim profitiert gleich dreifach von Putins Krieg: Erstens sind da die Einnahmen, die er in seine eigenen Atom- und Raketenprogramme stecken kann. Zweitens kommt es zu einem Wissensaustausch und einer Annäherung an das zunehmend isolierte Russland.

Und drittens profitiert das Regime in Pjöngjang von der Entsendung von Soldaten nach Russland. Diese bringen zum einen Geld ein. Zum anderen lernen sie dort das Kriegshandwerk in der Praxis.

Kommentare

User #2785 (nicht angemeldet)

Westen steht mit dem Rücken zur Wand und sehr viele verstehen nicht, dass Russland militärisch viel stärker, als die gesamte NATO ist. Russische können nicht von westlichen Abwehrsysteme abgefangen werden und ihr steht als Schilder für die Atomwaffen.

User #4317 (nicht angemeldet)

Russland steht mit dem Rücken zur Wand!

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