China stützt Konjunktur mit Hilfen für Immobilienkäufer
China verbilligt Hypotheken, senkt Finanzierungskosten und kündigt weitere Konjunkturhilfen für die schwächelnde Wirtschaft an.

China unterstützt Immobilienkäufer künftig mit staatlichen Zuschüssen für bestimmte Hypothekendarlehen. Ab Oktober erhalten Erstkäufer laut der «Finanz und Wirtschaft» bis zu fünf Jahre lang einen Zinszuschuss.
Der Zuschuss beträgt jährlich einen Prozentpunkt und gilt für Darlehen bis zu einer Million Yuan. Voraussetzung sind eine Wohnfläche von höchstens 120 Quadratmetern und ein Kaufpreis von maximal 1,5 Millionen Yuan.
Parallel dazu senkt die chinesische Zentralbank den Zinssatz für ihr wichtigstes Kreditprogramm von 1,75 auf 1,5 Prozent. Das Programm wird zudem auf Investitionen in Wasser- und Stromnetze, Datenverarbeitung sowie Logistik ausgeweitet.
China weitet Hilfen für Wirtschaft und Unternehmen aus
Weitere Kreditquoten sollen wissenschaftliche Innovationen, kleinere Unternehmen und private Firmen unterstützen. Dafür stehen 200 Milliarden Yuan, 500 Milliarden Yuan beziehungsweise 300 Milliarden Yuan zusätzlich zur Verfügung.
Die Zentralbank kündigt ausserdem ausreichend Liquidität und ein Zinsniveau an, das die Wirtschaft stützen soll. Peking versucht damit, Konsum und Investitionen anzukurbeln und das Wachstumsziel für das laufende Jahr zu erreichen.
China kämpft zugleich mit den Folgen einer schweren Immobilienkrise und einer schwächeren Konjunktur. Besonders die Binnennachfrage leidet der «Finanz und Wirtschaft» zufolge unter gesunkenen Immobilienwerten und einem schwierigen Arbeitsmarkt.
China kündigt weitere Wirtschaftshilfen an und setzt auf Innovation
Der Staatsrat kündigte unterdessen weitere wirtschaftspolitische Massnahmen an. Wie «Aktien.news» berichtet, soll ein Paket zusätzlicher Politiken vorbereitet und zugleich eine Stabilisierung des Immobilienmarkts geprüft werden.
Die chinesische Führung will dabei ihre sogenannten gegenzyklischen Anpassungen verstärken. Konkrete Angaben zu Umfang, Finanzierung und Zeitplan der zusätzlichen Massnahmen wurden zunächst nicht genannt.
Neben der kurzfristigen Konjunkturstützung rückt auch die technologische Entwicklung stärker in den Mittelpunkt. Die «Börsen-Zeitung» berichtet, dass China bei den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben inzwischen an den USA vorbeizieht.
Chinas Wirtschaft bleibt für deutsche Unternehmen relevant
Weltweit sollen die F&E-Ausgaben 2026 ein Rekordniveau von 3,4 Billionen Dollar erreichen. Gleichzeitig konzentriert sich ein wachsender Teil des Kapitals laut der «Börsen-Zeitung» auf grosse Investitionen im Bereich künstliche Intelligenz.
Für deutsche Unternehmen ist die chinesische Entwicklung ebenfalls relevant. «Aktien.news» verweist insbesondere auf Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie als Branchen mit bedeutenden Geschäftsbeziehungen nach China.

Wie umfangreich die angekündigten zusätzlichen Konjunkturmassnahmen ausfallen werden, bleibt zunächst offen. Die weiteren Schritte Pekings dürften deshalb von den kommenden offiziellen Ankündigungen abhängen.












