Krebs

Netanjahu macht Krebs-Diagnose öffentlich

Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde verlängert. Beide Seiten blockieren weiterhin die Strasse von Hormus und drohen sich gegenseitig.

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump schliesst den Einsatz von Atomwaffen in Kriegen generell aus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump verlängert die Feuerpause mit dem Iran auf unbestimmte Zeit – ohne neue Frist.
  • Die Strasse von Hormus wird blockiert, der Iran soll Frachter beschossen haben.
  • Die Hisbollah und Israel werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Waffenruhe vor.

Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde von Donald Trump kurz vor Ablauf für unbestimmte Zeit verlängert. Der US-Präsident erwartet in wenigen Tagen einen Vorschlag aus Teheran zur Beilegung des Krieges. Solange werden die USA keine Angriffe durchführen.

Derweil blockieren beide Länder weiterhin die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. Die USA haben einen mit Sanktionen belegten Tanker beschlagnahmt, die iranischen Revolutionsgarden mehrere Frachter unter Beschuss genommen.

Glaubst du an einen baldigen Frieden zwischen den USA und dem Iran?

Auch der Libanon und Israel konnten sich auf eine Waffenruhe einigen, die am Donnerstag um drei Wochen verlängert wurde. Die Feuerpause ist aber wackelig, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor.

Alle Neuigkeiten aus dem Nahen Osten erfährst du hier im Nau.ch-Ticker.

Lieferengpässe bedrohen medizinische Versorgung im Iran

14.49: Im Iran droht nach den Angriffen der USA und Israels eine schwere Krise in der medizinischen Versorgung.

Zwar gibt es eine Waffenruhe. Aber die Folgen des Iran-Krieges beeinträchtigen die Versorgung der Bevölkerung längerfristig, sagte Cristhian Cortez Cardoza in Genf. Er ist stellvertretender Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).

Iran
Die medizinische Versorgung im Iran ist bedroht. - keystone

«Ein Waffenstillstand bedeutet nicht, dass der Konflikt vorbei ist», sagte Cardoza. Hunderte Gesundheitseinrichtungen seien zerstört worden, sagte er.

Es wachse die Sorge, dass nicht mehr genügend medizinische Geräte wie Dialysemaschinen oder Prothesen zur Verfügung stehen. Eine Fabrik, die 60 Prozent der Dialysefilter und -geräte herstelle, habe nur noch Rohstoffe für die nächsten drei Monate. Die Lieferkette sei wegen des Konflikts unterbrochen.

Netanjahu macht Krebs-Diagnose öffentlich

14.13: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Freitag seine Prostatakrebserkrankung öffentlich gemacht.

«Ich hatte ein kleines medizinisches Problem mit der Prostata, das vollständig behandelt wurde», so Netanjahu. Die Erkrankung liege aber hinter ihm.

Benjamin Netanjahu
Ist an Krebs erkrankt: Benjamin Netanjahu. - keystone

Bei seinem «kleinen Problem» habe es sich um ein frühes Stadium von Prostatakrebs gehandelt, erklärte Netanjahu. Daraufhin habe er sich sofort behandeln lassen.

Nun sei er wieder genesen, so Israels Ministerpräsident. In seiner Stellungnahme dankte er zudem seinem medizinischen Team im Hadassa-Krankenhauses in Jerusalem.

Schweizer Botschaft in Iran wird schrittweise wiedereröffnet

13.52: Nachdem die Schweizer Botschaft in Teheran am 11. März wegen des Iran-Kriegs geschlossen wurde, wird sie nun schrittweise wiedereröffnet.

Schweiz Botschaft
Olivier Bangeter, Schweizer Botschafter in Teheran. - keystone

Seit einer Woche ist ein kleines Team wieder in der iranischen Hauptstadt vor Ort, teilt das EDA mit. Das Team bestehend aus vier Personen bereite aktuell die Wiederaufnahme des Botschaftsbetriebs vor.

UN-Büro sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen im Libanon

13.44: Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon.

Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert. Das sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf.

Libanon
Im Libanon wurde ein Journalist bei einem Angriff getötet. - keystone

Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert. Dies, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war.

«Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, geniessen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz. Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen», sagte der Sprecher.

Spanien reagiert auf Bericht über mögliche Nato-Suspendierung

13.23: Spanien hat auf das geleakte Pentagon-Mail reagiert. In diesem wurde über einen möglichen Ausschluss von Spanien aus der Nato beraten, um das Land zu «bestrafen».

«Die Haltung der spanischen Regierung ist klar: absolute Zusammenarbeit mit den Verbündeten», sagte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez vor Journalistenin Zypern.

Spanien Pedro Sánchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ist einer der schärfsten Kritiker des US-Einsatzes im Iran. - keystone

Er schränkte jedoch ein, diese Zusammenarbeit könne nur «im Rahmen des internationalen Rechts» erfolgen. Sánchez ist einer der schärfsten Kritiker in Europa des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran.

Die Regierung in Madrid hat den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran als «illegal» kritisiert.

Zudem untersagt sie den USA die Nutzung gemeinsamer Militärbasen im Süden des Landes für Angriffe auf den Iran. Auch der spanische Luftraum ist für US-Militärflugzeuge gesperrt, die an Angriffen teilnehmen.

Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung

11.37: Nach der Verlängerung der Waffenruhe hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Hisbollah getötet.

Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hiess es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt.

Libanon
Trotz Waffenruhe kam es im Libanon zu Angriffen. - keystone

Laut der israelischen Armee wurden militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen.

Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

Irans Aussenminister telefoniert mit pakistanischen Vermittlern

11.31: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat mit pakistanischen Vermittlern telefoniert.

Abbas Araghtschi
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi. - keystone

Es seien «regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe» besprochen worden. Das hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Iraner seit 56 Tagen vom Internet abgeschnitten

10.15: Die Iraner sind inzwischen den 56. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen.

Die Sperre halte bereits seit 1.320 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit.

Iran
Die Bevölkerung im Iran soll mittlerweile seit 56 Tagen ohne Zugang zum Internet sein. - keystone

Demnach handelt es sich um die bislang längste landesweite Internetsperre in einer sonst «vernetzten Gesellschaft».

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt.

Will die USA Spanien aus der Nato werfen?

09.46: Die USA will offenbar Nato-Staaten bestrafen, die die USA rund um den Iran-Krieg zu wenig unterstützen.

Das geht aus einem internen Mail des Pentagons hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Pentagon
Das Pentagon erwägt offenbar einen Nato-Ausschluss von EU-Land Spanien. - keystone

«Schwierige» Länder sollen demnach Probleme bekommen, heisst es im Schriftverkehr. So wolle die USA etwa den Anspruch Grossbritanniens auf die Falklandinseln überdenken.

Noch dicker kommt es für Nato-Land Spanien. Offenbar spielt man in den USA mit dem Gedanken, das südeuropäische Land aus dem Verteidigungsbündnis auszuschliessen. Das bestätigte ein US-Beamter gegenüber Reuters.

Trump: Atomwaffeneinsatz ist auch für die USA tabu

07.04: US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus. Er hält ihn auch ganz generell für unzulässig – egal durch welches Land.

Bei einem Auftritt im Weissen Haus entgegnete er auf eine entsprechende Reporterfrage: «Nein, ich würde sie nicht einsetzen. Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen.»

Donald Trump
Was hält Donald Trump von der Atomwaffe? «Ich würde sie nicht einsetzen», so der US-Präsident. «Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen.» - keystone

Allein schon die Frage, ob er einen Atombombenabwurf auf den Iran erwägen würde, sei «dumm», befand Trump. «Wofür bräuchte ich eine Atomwaffe, wenn wir sie schon auf ganz konventionellem Wege auch ohne komplett dezimiert haben?»

Befürchtungen vor einem möglichen Einsatz von Atomwaffen hatte Trump Anfang April selbst geschürt. Der US-Präsident richtete damals eine selbst für seine Verhältnisse drastische Drohung an den Iran.

Er erklärte auf Truth Social: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren.»

Waffenruhe im Libanon wird laut Trump verlängert

02.11: Die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel wird um drei Wochen verlängert. Während dieser Zeit will Trump die Regierungschefs der beiden Länder begrüssen.

Donald Trump
Laut Donald Trump wird die Waffenruhe im Libanon verlängert. - keystone

Das teilte der US-Präsident auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit. Die bis anhin gültige Waffenruhe wäre ohne Verlängerung am Sonntagabend ausgelaufen.

Kommentare

User #6302 (nicht angemeldet)

Mit der Genesung ist für Netanjahu der Weg frei nach Den Haag.

User #2962 (nicht angemeldet)

Ist nicht klug..! Zuwarten bis Frieden eingekehrt wird....! Jetzt stillstand....

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