Scharfe Töne zwischen Ruanda und DR Kongo nach Hitlervergleich

    Keystone-SDA
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    Ruanda,

    Im Zuge des kongolesischen Präsidentschaftswahlkampfs greift Präsident Félix Tshisekedi den ruandischen Amtskollegen Paul Kagame an.

    Der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi hält eine Rede vor seinen Anhängern während einer Wahlkampfveranstaltung vor den Präsidentschaftswahlen in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, Sonntag, 19. November 2023. - keystone

    Die seit Jahren anhaltenden Spannungen zwischen den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und des benachbarten Ruanda haben sich am Wochenende weiter zugespitzt. Eine Sprecherin des ruandischen Staatschefs Paul Kagame reagierte am Sonntag scharf auf eine Wahlkampfrede von dessen kongolesischen Amtskollegen Félix Tshisekedi, in der dieser Kagame mit Hitler verglichen hatte.

    Auf einer Wahlkampfveranstaltung im unruhigen Osten der Demokratischen Republik Kongo hatte Tshisekedi dem ruandischen Staatschef vorgeworfen, ähnliche Expansionsziele wie einst Hitler zu verfolgen. Er werde Kagame aber sagen, dass er sich, wenn er sich wie Hitler verhalten wolle, «wie Hitler enden wird».

    Kagames Sprecherin Yolande Makolo sprach von einer «deutlichen Drohung». Sie reihe sich ein in eine Reihe von «Provokationen, mit denen der Präsident der DR Kongo von seinen Versäumnissen bei der Sicherheit und der Regierungsführung ablenken will», sagte Makolo am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

    Präsidentschaftswahlen in der DR Kongo am 20. Dezember

    Der an Uganda, Ruanda und Burundi grenzende Osten der Demokratischen Republik Kongo wird seit Jahren von erbitterten Kämpfen zwischen regierungstreuen Milizen und der Rebellenbewegung M23 erschüttert. Diese hat seit dem Beginn einer Offensive Ende 2021 weite Landstriche erobert.

    Nach Angaben Kinshasas und mehrerer westlicher Staaten wird die grösstenteils aus Mitgliedern der Tutsi-Volksgruppe bestehende Gruppierung von Ruanda unterstützt. Kigali weist dies zurück. Tshisekedi hatte Ruanda zuvor bereits als «schrecklichen Nachbarn» bezeichnet, der den Reichtum im Osten seines Landes an sich reissen wolle.

    Für den 20. Dezember sind in der DR Kongo Präsidentschaftswahlen angesetzt. Tshisekedi, der seit einer umstrittenen Wahl im Jahr 2019 an der Staatsspitze steht, bewirbt sich um ein zweites Mandat.

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