Samsung-Erbe vorzeitig aus Haft entlassen

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    Südkorea,

    Samsung-Erbe Lee Jae-yong wurde im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nun kam er vorzeitig frei.

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    Lee Jae-yong (M), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Samsung, vor dem Obersten Gerichtshof in Seoul. - Lee Jin-Man/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lee Jae-yong wurde fast ein Jahr vor Ende seiner Freiheitsstrafe entlassen.
    • Der Samsung-Erbe wurde früher zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.
    • Grund war die Korruptionsaffäre um die frühere Präsidentin Südkoreas Park Geun-hye.

    Der Erbe des Samsung-Firmenimperiums, Lee Jae-yong, ist wieder auf freiem Fuss. Vor sieben Monaten wurde er noch erneute zu einer Haftstrafe wegen Korruption verurteilt.

    Er habe für grosse Unruhe gesorgt, dafür entschuldige er sich. Das sagte der 53-jährige Vize-Vorsitzende von Samsung Electronics am Freitag nach Berichten südkoreanischer Sender beim Verlassen einer Haftanstalt in Seoul. Er sei sich der «Bedenken, Kritik und hohen Erwartungen» an ihn bewusst.

    Zahlreiche Stimmen gegen Entlassung

    Lee wurde unter Bewährungsauflagen zusammen mit mehr als 800 anderen Strafgefangenen vorzeitig aus der Haft entlassen. Damit verkürzte sich seine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren um fast ein Jahr.

    Lee Jae-yong
    Samsung-Vizechef Lee Jae-yong. - AFP

    Anlass des Straferlasses durch das Justizministerium ist der Tag der Befreiung Koreas von japanischer Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) am 15. August. Justizminister Park Beom-kye sagte, bei der Entscheidung für Lees bedingter Entlassung sei die wirtschaftliche Lage des Landes berücksichtigt worden.

    Samsung ist auch marktführend bei Speicherchips und Fernsehern. Zahlreiche Arbeiter- und Bürgerorganisationen hatten sich gegen Lees Entlassung ausgesprochen.

    Korruptionsaffäre mit Südkoreas Präsidentin

    Hintergrund des Verfahrens gegen Lee war die Korruptionsaffäre um die frühere Präsidentin Park Geun-hye. Diese wurde im März 2017 aus dem höchsten Staatsamt entfernt.

    park geun-hye südkorea
    Park Geun-hye war von 2013-2017 Präsidentin Südkoreas. - Keystone

    Lee habe der früheren Staatschefin und einer ihrer Vertrauten Geld angeboten. Damit wollte er politische Unterstützung für den Machttransfer innerhalb des grössten südkoreanischen Mischkonzerns bekommen. Das sah das Gericht im Januar dieses Jahres in einem wieder aufgelegten Prozess als erwiesen an. Lee ist der Sohn des im Oktober gestorbenen früheren Konzernchefs Lee Kun Hee.

    Gegen Lee laufen derzeit zwei weitere Verfahren. So muss er sich wegen des Vorwurfs der Aktienkursmanipulation vor Gericht verantworten. Auch wird ihm die illegale Einnahme eines Beruhigungsmittels vorgeworfen. Lee bestreitet die Vorwürfe.

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