Drei russische Militärtransportflugzeuge sind in die afghanische Hauptstadt Kabul eingeflogen um 380 Menschen nach Russland in Sicherheit zu bringen.
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Die Lage in Afghanistan ist weiterhin angespannt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 380 Menschen sind auf Anweisung Wladimir Putins aus Kabul nach Moskau geflogen worden.
  • Unter den Geretteten sind Bürger aus Russland, Kirgistan, Belarus und der Ukraine.

Auf Anweisung von Russlands Staatschef Wladimir Putin sind 380 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden. Darunter seien Bürger aus Russland, Kirgistan, Belarus und der Ukraine, teilte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag in Moskau mit.

Demnach flogen drei Militärtransportflugzeuge in die afghanische Hauptstadt Kabul.

Sie hätten insgesamt 36 Tonnen humanitäre Fracht an Bord gehabt. Russland hatte bereits Ende August 400 Menschen aus Afghanistan in Sicherheit gebracht.

Katastrophale humanitäre Lage

Seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban kommt es in Afghanistan immer wieder zu Anschlägen. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal.

Die Taliban hatten nach Beginn des Abzugs der Nato-Truppen weite Teile des Landes erobert. Am 15. August zogen sie kampflos in Kabul ein und regieren seitdem.

Afghanistan Spezialkräfte
Afghanische Spezialkräfte. (Archivbild) - dpa

Russland bemüht sich neben anderen Ländern um eine politische Lösung und hat bereits mehrere Konferenzen zur Zukunft des Landes ausgerichtet. Moskau sieht mit Sorge, dass sich die Sicherheitslage bei seinen Verbündeten in Zentralasien verschlechtern könnte. Länder wie Tadschikistan grenzen direkt an Afghanistan.

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