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    Regierung des Tschad: Destabilisierungsversuch vereitelt

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    Tschads Regierung vereitelt einen Destabilisierungsversuch durch bewaffnete Angreifer.

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    Eine tschadische Flagge weht auf dem «Place de Le Nation» (Platz der Nation) in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena. (Archivbild) - keystone

    Die Regierung des zentralafrikanischen Tschad hat nach eigenen Angaben einen Versuch der Destabilisierung des Landes vereitelt. Nach Angaben des Aussenministers Abderaman Koulamallah, der zugleich Regierungssprecher ist, sollen 24 Bewaffnete in den Präsidentenpalast in der Hauptstadt N'Djamena eingedrungen sein. 18 der Angreifer seien getötet und die übrigen festgenommen worden, sagte er im Fernsehen weiter.

    Ein Wachmann wurde demnach getötet, drei weitere verletzt. Kurz nach den Schüssen, die auch auf in sozialen Medien geteilten Videos zu hören waren, hatte Koulamallah in einem Video am Präsidentenpalast erklärt, die Lage sei nach einem «kleinen Zwischenfall» und «Destabilisierungsversuch» unter Kontrolle.

    Der Hintergrund der Angreifer ist nicht bekannt. Nahe der Hauptstadt N'Djamena kämpft Tschads Armee gegen die islamistischen Milizen Boko Haram und Islamischer Staat West Afrika Provinz, die im Grenzgebiet zu Nigeria um den Tschadsee sind.

    Konflikte und Instabilität: Der Alltag im Tschad

    Auch andere Rebellengruppen sind im Land aktiv. Koulamallah sagte, er glaube nicht an einen Terrorakt. Die Angreifer stammten ihm zufolge aus N'Djamena, hätten keine Kriegswaffen besessen, planlos angegriffen und kleine Flaschen mit Alkohol «und ein wenig Drogen» dabeigehabt.

    Der Tschad, der an den Niger angrenzt, liegt im Inneren der Sahelzone am Südrand der Sahara inmitten mehrerer Konfliktstaaten. Für den Westen ist das Land ein wichtiger Partner bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Sudan sowie im Kampf gegen islamistische Terroristen.

    Seit 2021 wird das Land vom Militärkommandanten Mahamat Idriss Déby Itno regiert, der nach dem Tod seines Vaters, Langzeitherrscher Idriss Déby, die Macht übernahm.

    Seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 gab es immer wieder Zeiten der Instabilität. Französisches Militär hat in der Vergangenheit mehrfach Rebellenangriffe auf die Hauptstadt verhindert. Derzeit zieht Frankreich seine im Land stationierten Soldaten ab, nachdem der Tschad das Militärabkommen mit der Ex-Kolonialmacht aufgekündigt hatte.

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