Feuer

Proteste gegen Haftbedingungen – Feuer in Camp auf Weihnachtsinsel

Keystone-SDA
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Australien,

In dem Haftcamp auf der australischen Weihnachtsinsel kam es zu einem Brand von zwei Gebäuden. Insassen protestierten gegen die Haftbedingungen.

weihnachtsinsel
Das Haftzentrum auf der Weihnachtsinsel. - AUSTRALIAN DEPARTMENT OF IMMIGRA/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem Internierungslager auf der Weihnachtsinsel kam es zu einem Brand.
  • Insassen haben damit gegen die Haftbedingungen protestiert.
  • Dabei seien mindestens zwei Gebäude in Brand gesteckt worden.

In einem Internierungslager auf der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel haben Insassen gegen die Haftbedingungen protestiert. Dabei seien mindestens zwei Gebäude in Brand gesteckt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Refugee Action Coalition (RAC) am Mittwoch mit. Beamte der australischen Grenzschutzbehörde ABF waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

In dem Lager auf der entlegenen Insel im Indischen Ozean sind den Informationen zufolge mehr als 200 Menschen untergebracht. Diese sind keine Australier und wurden wegen Delikten wie Überfällen oder abgelaufenen Visa in Haft genommen.

Lage spitzt sich schon seit Wochen zu

RAC zufolge hatte sich die Lage in der Einrichtung schon seit Wochen zugespitzt. Unter anderem hätten sich Insassen beklagt, dass es keine stabilen Internet- und Handyverbindungen gebe. Zudem berichteten Inhaftierte, sie dürften ihre Unterkünfte lediglich zwei Stunden am Tag für Aktivitäten verlassen.

«Eine kleine Gruppe Insassen hat einigen Schaden an der Einrichtung verursacht», hiess es in einer Mitteilung von ABF. Ein dort internierter Neuseeländer sagte der Nachrichtenagentur AAP, die Ausschreitungen hätten begonnen, als ABF-Beamte die Bitte, einen friedlichen Protest abhalten zu dürfen, abgelehnt hätten.

«Wir wurden ohne Verhandlungen abgewiesen, und da kochte der ganze aufgestaute Frust über die Behandlung der Insassen hier über.» Dies sagte der Mann, der aus Angst um seinen Fall anonym bleiben wollte.

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