Protest

    Protest in Teheran: Präsident Peseschkian ruft zu Dialog auf

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Irans Präsident Massud Peseschkian hat auf Proteste in der Hauptstadt Teheran mit einem Appell zum Dialog reagiert. «Ich habe den Innenminister angewiesen, mit Vertretern der Protestbewegung zu sprechen und ihre Forderungen zu berücksichtigen», schrieb er in der Nacht zum Dienstag auf der Plattform X.

    Irans Präsident Massud Peseschkian
    Irans Präsident Massud Peseschkian. (Archivbild) - keystone

    Die Sicherung der Lebensgrundlage der Bevölkerung sei ein zentrales Anliegen und stehe täglich auf seiner persönlichen Agenda, schrieb er weiter. Daher wolle er Reformen des Geld- und Bankensystems vorantreiben sowie Massnahmen zum Erhalt der Kaufkraft einleiten.

    In den vergangenen zwei Tagen war es in mehreren Geschäftsvierteln Teherans zu Protesten gekommen. Auslöser war die sich verschärfende Wirtschaftskrise. Der Kurs der nationalen Währung Rial war am Sonntag innerhalb weniger Stunden auf ein neues Rekordtief gefallen, was den Handel weitgehend lahmlegte und für Verwirrung auf den Märkten sorgte. Augenzeugen berichteten, Hunderte Ladenbesitzer hätten ihre Geschäfte geschlossen und andere aufgefordert, sich den Demonstrationen anzuschliessen.

    Die zunächst wirtschaftlich motivierten Proteste nahmen rasch eine politische Dimension an. Demonstranten riefen Parolen wie «Tod dem Diktator» gegen das islamische System und forderten mit Rufen wie «Lang lebe der König» sogar die Rückkehr zur Monarchie. Laut Augenzeugen setzte die Polizei Tränengas ein, um die Menschenmengen auseinanderzutreiben.

    Die öffentliche Wut richtet sich auch direkt gegen Präsident Peseschkian. Ihm wird vorgeworfen, staatliche Mittel zur Unterstützung bewaffneter Gruppen in den palästinensischen Gebieten, im Libanon und im Jemen einzusetzen, statt die Nöte der eigenen Bevölkerung zu lindern.

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    Kommentare

    User #4737 (nicht angemeldet)

    Und ich dachte, ihr grösstes Problem sei die Wasserknappheit

    User #5547 (nicht angemeldet)

    Ich war noch nie im Iran und Infos aus dem Web glaube ich eh nicht. Kenne auch keine Iraner, also geht es mich Nichts an.

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