Thurgau

    Thurgau: Diese zwei Fachmänner kontrollieren 6000 Messgeräte

    Angelina Rabener
    Angelina Rabener

    Frauenfeld,

    Ob an der Tankstelle oder im Laden: Im Thurgau kontrollieren zwei Fachmänner Messgeräte und Waren, damit niemand zu viel bezahlt.

    Eichmeister
    Die beiden Eichmeister Uwe Kurle (l.) und Martin Osterwalder zeigten an einer Medieninformation als praktisches Beispiel die Eichung einer Tanksäule. - zVg

    Stimmt das Gewicht an der Ladenkasse? Zeigt die Zapfsäule wirklich die getankte Menge an? Damit sich Konsumentinnen und Konsumenten auf solche Angaben verlassen können, sind im Kanton Thurgau zwei Eichmeister im Einsatz.

    Sie kontrollieren Waagen, Zapfsäulen und weitere Messgeräte – und schützen damit die Kundschaft ebenso wie die Unternehmen vor unfairen Bedingungen.

    Organisatorisch ist das Eichamt dem Departement für Justiz und Sicherheit unterstellt und dem Strassenverkehrsamt angegliedert. Das erklärte Alessandro Tani, Leiter des Strassenverkehrsamtes, an einer Medienorientierung.

    3500 Kontrollen pro Jahr

    Der Kanton ist in zwei Eichkreise aufgeteilt. Für diese sind Uwe Kurle und Martin Osterwalder zuständig. Gemeinsam betreuen sie rund 6000 eichpflichtige Messmittel.

    Benzinpreis Tankstelle
    Tankstutzen der Zapfsäule einer Tankstelle. (Symbolbild) - keystone

    Dazu gehören etwa 3000 Waagen und rund 1700 Zapfpunkte an Tankstellen. Weil die Geräte in gesetzlich vorgeschriebenen Abständen geprüft werden müssen, kommen die beiden Fachmänner jährlich auf durchschnittlich 3500 Kontrollen.

    Ihr Kundenkreis reicht von kleinen Gewerbebetrieben über Grosskonzerne bis zu Behörden. Die Messgeräte kommen im Handel, in der Produktion und bei behördlichen Aufgaben zum Einsatz.

    Überall müssen die angezeigten Werte stimmen – denn schon kleine Abweichungen können sich auf Preise und Abrechnungen auswirken.

    Auch bei abgepackten Lebensmitteln wird nachgemessen

    Die Arbeit des Eichamtes endet nicht bei Waagen und Zapfsäulen. Die Fachleute überprüfen stichprobenweise auch, ob abgepackte Produkte tatsächlich die angegebene Nettofüllmenge enthalten. Dafür nehmen sie rund 350 Betriebe im Kanton unter die Lupe.

    Findest du Kontrollen von Messgeräten und Waren wichtig?

    Wie häufig kontrolliert wird, hängt unter anderem von den Produktionsmengen und dem Risiko ab: Grosse Industriebetriebe werden jährlich überprüft, kleinere Gewerbebetriebe alle zwei Jahre. Die übergeordnete Aufsicht und Gesetzgebung liegt beim eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS).

    Es erlässt auch die Vorgaben für den kantonalen Vollzug. Für die Bevölkerung bleibt das Ergebnis entscheidend: Ob beim Einkauf, an der Tankstelle oder bei abgepackten Waren – die Messwerte sollen stimmen und faire Bedingungen für alle gewährleisten.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Frauenfelder Nachrichten» erschienen.

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