Thurgau: Diese zwei Fachmänner kontrollieren 6000 Messgeräte
Ob an der Tankstelle oder im Laden: Im Thurgau kontrollieren zwei Fachmänner Messgeräte und Waren, damit niemand zu viel bezahlt.

Stimmt das Gewicht an der Ladenkasse? Zeigt die Zapfsäule wirklich die getankte Menge an? Damit sich Konsumentinnen und Konsumenten auf solche Angaben verlassen können, sind im Kanton Thurgau zwei Eichmeister im Einsatz.
Sie kontrollieren Waagen, Zapfsäulen und weitere Messgeräte – und schützen damit die Kundschaft ebenso wie die Unternehmen vor unfairen Bedingungen.
Organisatorisch ist das Eichamt dem Departement für Justiz und Sicherheit unterstellt und dem Strassenverkehrsamt angegliedert. Das erklärte Alessandro Tani, Leiter des Strassenverkehrsamtes, an einer Medienorientierung.
3500 Kontrollen pro Jahr
Der Kanton ist in zwei Eichkreise aufgeteilt. Für diese sind Uwe Kurle und Martin Osterwalder zuständig. Gemeinsam betreuen sie rund 6000 eichpflichtige Messmittel.

Dazu gehören etwa 3000 Waagen und rund 1700 Zapfpunkte an Tankstellen. Weil die Geräte in gesetzlich vorgeschriebenen Abständen geprüft werden müssen, kommen die beiden Fachmänner jährlich auf durchschnittlich 3500 Kontrollen.
Ihr Kundenkreis reicht von kleinen Gewerbebetrieben über Grosskonzerne bis zu Behörden. Die Messgeräte kommen im Handel, in der Produktion und bei behördlichen Aufgaben zum Einsatz.
Überall müssen die angezeigten Werte stimmen – denn schon kleine Abweichungen können sich auf Preise und Abrechnungen auswirken.
Auch bei abgepackten Lebensmitteln wird nachgemessen
Die Arbeit des Eichamtes endet nicht bei Waagen und Zapfsäulen. Die Fachleute überprüfen stichprobenweise auch, ob abgepackte Produkte tatsächlich die angegebene Nettofüllmenge enthalten. Dafür nehmen sie rund 350 Betriebe im Kanton unter die Lupe.
Wie häufig kontrolliert wird, hängt unter anderem von den Produktionsmengen und dem Risiko ab: Grosse Industriebetriebe werden jährlich überprüft, kleinere Gewerbebetriebe alle zwei Jahre. Die übergeordnete Aufsicht und Gesetzgebung liegt beim eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS).
Es erlässt auch die Vorgaben für den kantonalen Vollzug. Für die Bevölkerung bleibt das Ergebnis entscheidend: Ob beim Einkauf, an der Tankstelle oder bei abgepackten Waren – die Messwerte sollen stimmen und faire Bedingungen für alle gewährleisten.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Frauenfelder Nachrichten» erschienen.








