Chiles Präsident hat nach Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Indigenen den Notstand für den Süden des Landes ausgerufen.
Protest in Santiago
Protest in Santiago - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Konflikt zwischen Sicherheitskräften und Indigenen.

Das Militär werde die Polizei in den vier Provinzen Biobio, Arauco, Malleco und Cautin in den kommenden zwei Wochen unterstützen, sagte Staatschef Sebastián Piñera am Dienstag. Er habe die Entsendung von Soldaten angeordnet, um gegen «die schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung» vorzugehen.

In den vier Provinzen sei es «wiederholt zu Gewalttaten im Zusammenhang mit Drogenhandel, Terrorismus und organisierter Kriminalität gekommen, die von bewaffneten Gruppen begangen wurden». In der Region im Süden des Landes hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Brandanschläge und Zusammenstösse mit der Polizei gegeben.

Dahinter sollen radikale Gruppen des indigenen Volks der Mapuche stecken. Die Mapuche fordern die Rückgabe des Landes, das sie als ihren angestammten Besitz betrachten, und mehr Autonomie vom chilenischen Staat. Sie stellen mit 1,7 Millionen Angehörigen die grösste indigene Gruppe unter den rund 19 Millionen Einwohnern des Landes dar.

Bei einer Demonstration für die Rechte der Indigenen waren am Sonntag in der Hauptstadt Santiago 17 Menschen verletzt und eine Frau getötet worden.

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