Perus Präsidentin ruft zu «nationalem Waffenstillstand» auf

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Peru,

    Die neue peruanische Präsidentin hat zu einem nationalen Waffenstillstand aufgerufen. Die Gewalt müsse enden und der Dialog beginnen, sagte Dina Boluarte.

    Angesichts der seit Wochen anhaltenden Auseinandersetzungen bei regierungskritischen Protesten in Peru hat Präsidentin Dina Boluarte zu einem «nationalen Waffenstillstand» aufgerufen. Im Bild ein Polizeiaufmarsch wegen einer Demonstration in Lima am Dienstag. (Archivbild)
    Angesichts der seit Wochen anhaltenden Auseinandersetzungen bei regierungskritischen Protesten in Peru hat Präsidentin Dina Boluarte zu einem «nationalen Waffenstillstand» aufgerufen. Im Bild ein Polizeiaufmarsch wegen einer Demonstration in Lima am Dienstag. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Martin Mejia

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Proteste in Peru nehmen nicht ab.
    • Jetzt hat die neue Präsidentin des Landes zu einem nationalen Waffenstillstand aufgerufen.

    Angesichts der seit Wochen anhaltenden Auseinandersetzungen bei regierungskritischen Protesten in Peru hat Präsidentin Dina Boluarte zu einem «nationalen Waffenstillstand» aufgerufen. Die Gewalt im Land, bei der seit Anfang Dezember mindestens 46 Menschen getötet wurden, müsse enden und ein Dialog beginnen, sagte sie am Dienstag vor Journalistin. Die sichtlich bewegte Staatschefin entschuldigte sich mehrmals für den Tod von Demonstranten. Einen Rücktritt schloss sie aber aus.

    Können Sie den Frust der Peruaner nachvollziehen?

    Zeitgleich zu dem Aufruf Boluartes demonstrierten in der Hauptstadt Lima erneut tausende Menschen gegen die Präsidentin. Unter anderem skandierten sie «Dina – Mörder». Der Protestzug, zu dem auch viele Teilnehmer aus den armen Gegenden des Landes anreisten, zog zum Parlament. Dort setzte die Polizei laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten Tränengas gegen die Demonstranten ein, diese antworteten mit Steinwürfen.

    Dina Boluarte
    Die neue peruanische Präsidentin Dina Boluarte spricht während einer Pressekonferenz. - keystone

    Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung des linksgerichteten Präsidenten Pedro Castillo am 7. Dezember von Unruhen erschüttert. Die Demonstranten fordern den Rücktritt seiner Nachfolgerin Boluarte und die Auflösung des Parlaments, um unverzüglich Neuwahlen abzuhalten. Für fast ein Drittel des Andenlandes wurde mittlerweile der Notstand ausgerufen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Lima
    1 Interaktionen
    Völkermord?

    MEHR IN NEWS

    Luchs
    13 Interaktionen
    Studie zeigt
    1 Interaktionen
    Bern
    2 Interaktionen
    Zürich
    Nepal
    10 Interaktionen
    Multiple Krisen

    MEHR AUS PERU

    peru
    5 Interaktionen
    Chan Chan
    Ayacucho
    Peru
    4 Interaktionen
    Ayacucho
    6 Interaktionen
    Ayacucho