Ein Prozess gegen Verdächtige im Zusammenhang mit den «Panama Papers» wurde verschoben. Die Papers deckten Geldwäsche im grossen Stil auf.
Im Frühjahr 2016 hatte ein internationales Medien-Netzwerk mit den «Panama Papers» Finanzströme in der mittelamerikanischen Steueroase enthüllt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbol
Im Frühjahr 2016 hatte ein internationales Medien-Netzwerk mit den «Panama Papers» Finanzströme in der mittelamerikanischen Steueroase enthüllt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbol - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Prozess gegen Verdächtigt im Zusammenhang mit den «Panama Papers» wurde verschoben.
  • Ein neuer Termin wurde zunächst nicht festgesetzt.

Über sechs Jahre nach der Veröffentlichung der «Panama Papers» ist der Prozess gegen die Verdächtigen in dem weltweiten Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsskandal erneut verschoben worden.

Die für 6. bis 9. Dezember geplante Verhandlung werde nicht stattfinden, da das zuständige Gericht ein internationales Beweisverfahren genehmigt habe, teilte die panamaische Justizverwaltung am Donnerstag mit. Der Prozess war ursprünglich für den 15. November angesetzt gewesen und bereits einmal verschoben worden. Ein neuer Termin für die Verhandlung wurde zunächst nicht festgesetzt.

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Die Panama Papers deckten die richtigen Besitzer tausender Briefkastenfirmen auf. (Symbolbild) - Pixabay

Im April 2016 berichteten das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) und zahlreiche Medien auf der ganzen Welt über gut 200'000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung der «Panama Papers» führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer internationalen Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.

Die Staatsanwaltschaft wirft 32 Verdächtigen in dem Verfahren Geldwäsche vor. Ein Gericht stellte das Strafverfahren gegen drei Verdächtigte nun ganz und gegen acht weitere Verdächtigte zunächst vorläufig ein.

Die mittlerweile abgewickelte Kanzlei Mossack Fonseca hatte stets bestritten, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein. Anfang des Jahres hatte der Oberste Gerichtshof bereits das Verfahren gegen eine frühere Mitarbeiterin der Kanzlei eingestellt, weil ihr keine strafbaren Handlungen nachzuweisen seien.

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